12 V
10 cm
20 cm
8 mm
12 V
10 cm
20 cm
8 mm
Was die Grasschere schneidet und was nicht
Eine Grasschere arbeitet dort, wo Mähwerk und Fadenkopf nicht mehr sauber hinkommen: 100 mm Schnittbreite am Grasmesser, 200 mm Schnittlänge am Strauchmesser. Beide Aufsätze laufen am selben 12-Volt-Antrieb — daraus ergibt sich, was du damit machen kannst und was nicht.
Das Grasmesser schneidet dicht über dem Boden, das doppelt so lange Strauchmesser nimmt Triebe bis 8 mm Schnittstärke. Beide Messer sind lasergeschnitten, diamantgeschliffen und tragen das Zertifikat „Blades Made in Germany".
- Rasenkanten an Beet, Weg und Terrassenplatte — die Stelle, an die kein Mähmesser mit 33 cm Gehäuse heranfährt
- Gras um Pfosten, Wäschespinnen, Zaunfüße und Baumscheiben
- schmale Streifen zwischen Platten, Randsteinen und Mauerfuß
- Buchs und kleine Formgehölze mit dem 200-mm-Strauchmesser
- frische Triebe bis 8 mm an Beeteinfassung und Kugelform
- Flächenrasen — bei 100 mm Schnittbreite brauchst du für einen Quadratmeter rund zehn Bahnen
- verholzte Äste über 8 mm — darüber greift das Strauchmesser nicht mehr sauber durch
- hohes, nasses Gras, das sich zwischen die Zähne legt statt geschnitten zu werden
- Hecken über ihre ganze Länge — dafür gibt es die längeren Geräte der Oberkategorie
Ein Gerät, zwei Messer
Der Messerwechsel ist das eigentliche Konstruktionsmerkmal dieser Bauart. Antrieb, Akku und Griff bleiben, getauscht wird nur der Aufsatz — über ein werkzeugloses Schnellwechselsystem. Du entriegelst von Hand, nimmst den Aufsatz ab, setzt den anderen auf, bis er hörbar einrastet. Im Schuppen steht danach ein Gerät statt zwei.
Die beiden Aufsätze sind für unterschiedliches Material gebaut. Das Grasmesser mit 100 mm Schnittbreite hat feine, eng stehende Zähne und schneidet Halme sauber ab, statt sie umzuschlagen. Das Strauchmesser mit 200 mm Schnittlänge arbeitet gegenläufig: Zwei Balken laufen gegeneinander, das erhöht die Schnittleistung und hält die Vibration niedrig — spürbar an einem Gerät, das du einhändig führst.
Zwischen beiden Konfigurationen ändert sich das Gewicht um rund 100 Gramm. Kraft und Laufzeit bleiben gleich, weil derselbe Motor und derselbe 12-Volt-Akku arbeiten — über ein Metallgetriebe, das den Kraftschluss auch bei einem Trieb an der oberen Schnittstärke hält.
- Schnittbreite Grasmesser
- 100 mm
- Schnittlänge Strauchmesser
- 200 mm
- Schnittstärke Strauchmesser
- 8 mm
- Messerwechsel
- werkzeuglos, Schnellwechselsystem
- Handgriff
- 7-Punkt winkelverstellbar
- Schallleistungspegel
- 88 dB(A)
- Einschaltsicherung
- Sicherheitsschalter mit Einschaltsperre
Beide Grasscheren im Vergleich
Schnittwerte, Akku und Laufzeit sind bei beiden Geräten identisch. Unterschiedlich sind Gewicht und Ausstattung.
| Modell | Gewicht | Grasmesser | Strauchmesser | Laufzeit | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
| IGBS 1210 | 0,9 / 1,0 kg | 100 mm | 200 mm / 8 mm | 200 min | Das leichtere Gerät, für Arbeit aus der Hand: Kanten am Hochbeet, Gras zwischen Stauden, Buchskugel auf Hüfthöhe. |
| IGBS 1210 F | 1,5 / 1,6 kg | 100 mm | 200 mm / 8 mm | 200 min | Mit 4-Punkt winkelverstellbarem Teleskopstiel und abnehmbaren Führungsrollen — für lange Kanten im Stehen. |
Der Unterschied liegt nicht in der Schnittleistung, sondern in der Arbeitshaltung. Ohne Stiel gehst du in die Hocke, was für zehn Meter Beetkante in Ordnung ist; über dreißig Meter Rasenkante entscheidet der Teleskopstiel darüber, ob du am Ende noch aufrecht stehst. Die Führungsrollen halten das Messer dabei auf gleichbleibender Höhe, sodass die Kante gerade wird und die Spitze nicht in die Erde zieht — abgenommen arbeitet dasselbe Gerät wieder frei geführt.
Kurze Kontrolle, bevor du anfängst
- Sitzt das Messer fest? Zieh am montierten Aufsatz — er darf sich weder drehen noch abziehen lassen.
- Ist das richtige Messer drauf? 100 mm für Gras, 200 mm für Gehölz. Grasmesser in Buchs kostet Schneide.
- Ist der Akku voll? Die Ladezeit liegt bei rund 5 Stunden — das planst du am Vorabend.
- Liegt etwas in der Fläche? Such die Kante nach Steinen, Draht und Erdankern ab — jedes davon beschädigt die Zähne.
- Brauchst du die Führungsrollen? Für lange Kanten aufsetzen, für Formschnitt an der Kugel abnehmen.
- Steht der Handgriff richtig? Der Griff rastet in sieben Stufen — stell ihn so, dass dein Handgelenk gerade bleibt.
Was 200 Minuten aus 12 Volt praktisch heißen
Beide Geräte laufen mit 12 V und 2,5 Ah und erreichen bis zu 200 Minuten Laufzeit — mit Grasmesser wie mit Strauchmesser. Für diese Gerätegattung ist das reichlich, und der Grund liegt in der Arbeit selbst: Kantenschnitt läuft in Etappen. Du schneidest zwei Meter Beetkante, richtest dich auf, räumst das Schnittgut weg, gehst weiter.
Der Wert, den du einplanen musst, ist deshalb die Ladezeit von rund 5 Stunden — am besten am Vorabend. Nimm die 200 Minuten als Reserve, die auch für den zweiten Aufsatz und die Buchseinfassung noch reicht. Mit 88 dB(A) Schallleistungspegel bleibt das Gerät dabei im unteren Bereich dessen, was Gartengeräte mit Motor abstrahlen; der Wert beschreibt die Schallenergie, nicht die Lautstärke an deinem Ohr.
Die Laufzeit begrenzt deinen Arbeitstag nicht — die Ladezeit bestimmt, wann er anfangen kann.
Häufige Fragen zur Grasschere
Wie wechsle ich das Messer?
Gerät ausschalten, Entriegelung am Aufsatz lösen, Messer nach vorn abziehen, den anderen Aufsatz einsetzen, bis er hörbar einrastet. Danach kurz am Messer ziehen und prüfen, ob es fest sitzt. Die genaue Griffreihenfolge steht in der Bedienungsanleitung deines Geräts.
Brauche ich Werkzeug für den Messerwechsel?
Nein. Beide Geräte haben ein werkzeugloses Messer-Schnellwechselsystem, der Aufsatz wird von Hand entriegelt. Ein Schraubendreher oder Schlüssel ist nicht nötig — Arbeitshandschuhe dagegen schon, weil du dabei nah an der Schneide hantierst.
Wofür ist das Grasmesser, wofür das Strauchmesser?
Das Grasmesser mit 100 mm Schnittbreite ist für Halme gebaut: Rasenkanten, Gras um Pfosten, schmale Streifen zwischen Platten. Das Strauchmesser mit 200 mm Schnittlänge nimmt Holz bis 8 mm Schnittstärke und arbeitet mit gegenläufigen Balken — für Buchs, Beeteinfassungen und kleine Formgehölze.
Wie dick darf ein Trieb für das Strauchmesser sein?
Bis 8 mm Schnittstärke. Das deckt frisches, einjähriges Holz an Buchs, Liguster und ähnlichen Formgehölzen ab. Bei stärkerem Holz greifen die Zähne nicht mehr durch, das Messer bleibt stehen — dann gehört der Trieb in die Handastschere oder auf ein Gerät mit größerer Schnittstärke.
Wozu dienen die Führungsrollen?
Sie halten das Grasmesser auf gleichbleibender Höhe über dem Boden, während du die Kante entlangfährst. Das Ergebnis ist eine gerade Kantenlinie statt eines welligen Schnitts, und die Messerspitze zieht nicht in die Erde. Für Formschnitt an Kugeln und Einfassungen nimmst du die Rollen ab — sie sind gesteckt, nicht verschraubt.
Was bringt der Teleskopstiel?
Du arbeitest im Stehen statt in der Hocke. Der Stiel ist 4-Punkt winkelverstellbar, sodass das Messer flach auf der Rasenfläche aufliegt, während du aufrecht dahinter stehst. Bei zehn Metern Beetkante ist das Komfort, bei einer langen Rasenkante rund ums Grundstück ist es der Unterschied zwischen einer und drei Pausen.
Wie lange hält eine Akkuladung?
Bis zu 200 Minuten, mit Grasmesser wie mit Strauchmesser. Der 12-V-Akku mit 2,5 Ah lädt in rund 5 Stunden wieder voll. Weil Kantenarbeit in kurzen Etappen abläuft, reicht eine Ladung in der Praxis für einen ganzen Durchgang um Beete, Wege und Baumscheiben.
Kann ich damit den ganzen Rasen kanten?
Ja, dafür ist das Gerät gebaut — mit 100 mm Schnittbreite fährst du die Kante in einer Bahn ab. Für lange Kantenzüge nimm das Modell mit Teleskopstiel und setz die Führungsrollen auf. Die Rasenfläche selbst bleibt Sache des Mähers: 100 mm wären dort rund zehn Bahnen je Quadratmeter.
Wie lagere ich die Grasschere über den Winter?
Messer nach dem letzten Einsatz von Pflanzensaft und Erde befreien, Messerschutz aufsetzen und das Gerät trocken und frostfrei lagern. Den Akku nicht tiefentladen einlagern und im Winter gelegentlich nachladen — den empfohlenen Ladezustand und das Ladeintervall nennt die Bedienungsanleitung.









