20 V
20 cm
1,97 - 2,52 m
3,7 kg
750 W
20 cm
1,85 - 2,68 m
3,5 kg
Drei Äste, drei Herangehensweisen mit dem Hochentaster
Wie du mit einem Hochentaster arbeitest, entscheidet die Lage des Astes, nicht das Gerät. Beide Modelle hier erreichen bis zu 4 m Arbeitshöhe und tragen ein Schwert um 20 cm — aber ein Ast auf Schulterhöhe verlangt einen anderen Ablauf als einer über dem Gehweg.
Der dünne Ast in Reichweite
Wasserschosse, Konkurrenztriebe, abgestorbene Zweige bis Daumenstärke: Hier bleibt der Teleskopstiel eingefahren. Beide Geräte lassen sich auf 1,85 bzw. 1,97 m verkürzen — je kürzer der Hebel, desto ruhiger führst du das Schwert. Setz den Schnitt kurz vor dem Astring an, nicht bündig am Stamm.
Die Antriebsart spielt hier keine Rolle — beide Geräte sind eingefahren gleich handlich.
Der starke Ast in vier Metern Höhe
Ausgezogen kommen die Stiele auf 2,52 bzw. 2,68 m, mit ausgestreckten Armen ergibt das die 4 m Arbeitshöhe. Bei 18,5 cm nutzbarer Schnittlänge sägst du einen kräftigen Ast in zwei Ansätzen: erst der Entlastungsschnitt von unten, dann von oben getrennt.
Hier zählt Zug am Schwert: 11,2 m/s Kettengeschwindigkeit arbeiten sich spürbar schneller durch als 5,0 m/s.
Der Ast über Zaun, Weg oder Beet
Wenn unter dem Ast etwas steht, das nicht getroffen werden darf, entscheidet der Winkel zwischen Schwert und Stiel über die Fallrichtung. Eine 3-fach verstellbare Schnittwinkelverstellung bis 30° erlaubt es, seitlich anzusetzen statt frontal darunter. Nimm den Ast dann von der Spitze zum Stamm in Stücken ab.
Der verstellbare Schnittwinkel entscheidet hier über die Fallrichtung.
Wo du stehst, wenn der Ast fällt
Vier Meter Arbeitshöhe ohne Leiter heisst: Der abgetrennte Ast landet in dem Bereich, in dem du selbst stehst. Bei 2,52 bis 2,68 m Gerätelänge ist der Abstand zwischen deinen Füssen und der Schnittstelle klein — und er wird kleiner, je steiler du nach oben arbeitest.
Nie senkrecht unter der Schnittstelle arbeiten
Stell dich seitlich versetzt zum Ast, so dass der Stiel schräg nach oben zeigt und nicht senkrecht über deinem Kopf steht. Aus dieser Position siehst du die Schnittstelle, und der fallende Ast hat einen freien Weg, der nicht durch dich führt.
Leg deinen Ausweichweg fest, bevor du das Gerät einschaltest, und räum ihn frei: schräg rückwärts vom Baum weg, ohne Wurzelanlauf, Gartenschlauch oder abgelegtes Kabel im Weg. Ein Ausweichweg, den du erst suchen musst, während der Ast schon fällt, ist keiner.
Rechne damit, dass ein Ast nicht dorthin fällt, wohin er zeigt. Er kann am Stumpf abrutschen und zur Seite ausschlagen, sich an einem tieferen Ast fangen oder sich beim Aufsetzen aufstellen. Hängengebliebene Äste holst du nicht mit der laufenden Säge herunter — Gerät ausschalten, ablegen, Situation neu ansehen.
Arbeite über Kopf möglichst nicht allein; es reicht, wenn eine zweite Person in Rufweite ist. Die verbindlichen Sicherheitsabstände zu Personen, Verkehrswegen und stromführenden Leitungen stehen in der Betriebsanleitung deines Geräts.
Kurze Kontrolle am Gerät und an der Stelle
Zwei Minuten unmittelbar vor dem Schnitt: einmal am Gerät entlang, einmal an dem Ast, den du gleich abnimmst.
- Kettenspannung geprüft, Ölstand in der Sichtanzeige sichtbar — die Schmierung arbeitet automatisch, füllt sich aber nicht nach. Der Tank fasst 70 bzw. 90 ml.
- Teleskopstiel auf die nötige Länge eingestellt, Arretierung hörbar eingerastet. Nicht länger als nötig ausziehen.
- Schnittwinkel gewählt und festgestellt, bevor du das Gerät hebst.
- Schultergurt angelegt und so eingestellt, dass das Gerät ohne deine Kraft in der Waage hängt.
- Stand geprüft: fester, ebener Boden. Von der Leiter wird nicht gesägt — die 4 m Arbeitshöhe sind dafür da.
- Fallbereich frei geräumt, Ausweichweg festgelegt, niemand sonst im Umkreis.
- Schnittstelle angesehen: Draht, Nagel oder eingewachsener Zaunrest im Holz zerstört die Kette in Sekunden.
- Totholz erkannt — trockene Äste splittern und fallen unberechenbar.
- Helm mit Visier und Gehörschutz auf, Handschuhe an. Ein Netzgerät kommt auf 104 dB(A) Schallleistung, ein Akkugerät auf 86 dB(A).
Warum 3,5 Kilogramm über Kopf anders wiegen
3,5 kg beim Netzgerät und 3,7 kg beim Akkugerät klingen nach wenig. Der Unterschied ist die Hebellänge: Das Gewicht sitzt am Ende eines bis zu 2,68 m langen Stiels, und du hältst es mit ausgestreckten Armen über Schulterhöhe. In dieser Haltung arbeiten Schultern und Nacken statisch, ohne Pause und ohne Bewegung.
Praktisch heisst das: Nicht die Laufzeit begrenzt deine Arbeit, sondern deine Arme. Ein Akku hält 35 Minuten im Leerlauf, ein Netzgerät läuft ohne Ladepause durch — beides ist länger, als die meisten am Stück über Kopf sägen wollen. Plane deshalb in Etappen: einen Ast abnehmen, Gerät absetzen, Schnittgut räumen, weitermachen. Der Schultergurt ist aus demselben Grund keine Beigabe — er nimmt das Gewicht auf den Rumpf, so dass die Arme nur noch führen.
Über Kopf entscheidet nicht die Laufzeit über deine Arbeitszeit, sondern das Gewicht am ausgestreckten Arm.
Worauf es bei der Auswahl ankommt
Arbeitshöhe und Stiellänge
Bis 4 m Arbeitshöhe gelten für ausgezogenen Stiel und ausgestreckte Arme. Entscheidend ist die Spanne: 1,85 bis 2,68 m beim einen, 1,97 bis 2,52 m beim anderen Gerät.
Gewicht und Balance
Zwischen 3,5 und 3,7 kg liegen 200 g — für die Ausdauer über Kopf zählt aber, wo das Gewicht sitzt. Softgrip und Schultergurt bringen mehr als jedes eingesparte Zehntelkilo.
Schnittwinkel und Griff
Eine 3-fach-Schnittwinkelverstellung bis 30° und ein um 180° drehbarer Handgriff bestimmen, ob du seitlich an einen Ast herankommst oder frontal darunter stehen musst.
Antrieb und Reichweite am Baum
Ein 20-V-Akku mit 2,0 Ah geht überall hin, wo du hinlaufen kannst, und ist in rund 240 Minuten wieder voll. 750 W am Netz laufen ohne Pause, brauchen aber ein Verlängerungskabel, das du beim Ausweichen nicht im Weg haben willst.
Die vier Werte, die den Einsatz bestimmen
Ein Schwert um 20 cm ist für Astwerk die richtige Grösse, weil es leicht genug bleibt, um es an einem langen Stiel zu führen. Nimm die vier Werte als Vergleichsmassstab zwischen beiden Geräten — der eigentliche Unterschied liegt bei der Kettengeschwindigkeit von 5,0 gegen 11,2 m/s und beim Geräusch von 86 gegen 104 dB(A). Beim Ersatzteil lohnt ein zweiter Blick: Das Akkugerät läuft mit OREGON-Schwert und der Kette 91P033X, das Netzgerät mit einer ALP-50-33S.
Wer ortsunabhängig arbeitet, nimmt das Akkugerät; wer eine Steckdose in Reichweite hat und länger am Stück sägt, fährt mit dem Netzgerät besser. Den Akku-Entaster mit Schnittwinkelverstellung ansehen Die Teleskop-Astsäge mit 750 W ansehen
Häufige Fragen zu Astsägen
Wie stelle ich den Teleskopstiel richtig ein?
So kurz wie möglich. Zieh den Stiel nur so weit aus, dass du die Schnittstelle bequem erreichst, und lass die Arretierung hörbar einrasten. Die Geräte verstellen sich zwischen 1,85 und 2,68 m beziehungsweise 1,97 und 2,52 m. Jeder überflüssige Zentimeter verlängert den Hebel.
Wozu dient die Schnittwinkelverstellung?
Sie kippt den Schneidkopf gegenüber dem Stiel, bei einem der Geräte dreifach bis 30°. Damit setzt du das Schwert seitlich an einen Ast an, statt dich frontal darunter zu stellen. Das ändert die Fallrichtung und hilft dort, wo unter dem Ast ein Zaun oder ein Beet liegt.
Was bringt der um 180° drehbare Handgriff?
Er erlaubt dieselbe Schnittbewegung horizontal und vertikal, ohne dass du die Handstellung verdrehst. Bei Ästen quer zu deiner Standposition sparst du dir das Umgreifen mitten im Schnitt und behältst das Gerät stabiler in der Waage.
Wie schwer wird das Gerät über Kopf?
Die Geräte wiegen 3,5 und 3,7 kg. Über Kopf wirkt dieses Gewicht am Ende eines bis zu 2,68 m langen Stiels und belastet Schultern und Nacken statisch. Mit eingehängtem Schultergurt liegt der grösste Teil auf dem Rumpf, und die Arme führen nur noch.
Wie lange hält eine Akkuladung?
Der 20-V-Akku mit 2,0 Ah kommt auf bis zu 35 Minuten, gemessen im Leerlauf. Im Schnitt durch Holz bleibt weniger übrig; für eine Handvoll Äste reicht es. Für eine ganze Baumreihe plane einen zweiten Akku ein, die Ladezeit liegt bei rund 240 Minuten.
Kann ich den Schneidkopf abnehmen?
Beim Akkugerät ja. Es zerfällt damit in zwei kurze Teile, die sich im Kofferraum oder an der Garagenwand einfacher unterbringen lassen als ein fast zweieinhalb Meter langer Stiel.
Wie stelle ich den Schultergurt ein?
Häng das Gerät ein und stell die Länge so ein, dass es in Arbeitshaltung von allein waagerecht bis leicht schräg hängt. Der Gurt sitzt über der Schulter, die dem Schneidkopf abgewandt ist. Prüf vor dem Einschalten, dass du dich in einer Bewegung lösen kannst.
In welcher Reihenfolge säge ich einen dicken Ast?
In zwei Schnitten. Erst ein Entlastungsschnitt von unten, etwa ein Drittel in den Ast hinein und ein Stück vom Stamm entfernt, dann der Trennschnitt von oben leicht ausserhalb davon. So reisst der Ast keinen Rindenstreifen den Stamm hinunter. Den Stummel nimmst du zuletzt kurz vor dem Astring ab.
Was mache ich mit dem Schnittgut?
Räum es nach jedem Ast zur Seite — liegendes Astwerk ist der häufigste Stolpergrund im eigenen Ausweichweg. Verholztes Material lässt sich zerkleinern und als Mulch oder auf dem Kompost verwerten; passende Geräte findest du unter Häcksler.
Wie weit reicht das Kabel beim Netzgerät?
Die Reichweite bestimmt deine Verlängerungsleitung. Häng sie in die Kabelzugentlastung am Gerät ein, damit ein Ruck nicht auf den Stecker geht, und führ sie hinter dir weg, nicht durch den Bereich, in dem der Ast landet. Querschnitt und zulässige Länge stehen in der Betriebsanleitung.
Wie lagere ich das Gerät über den Winter?
Kette und Schwert reinigen, Stiel einfahren, Schneidkopf abnehmen, falls möglich, und trocken sowie frostfrei aufhängen. Den Öltank mit 70 beziehungsweise 90 ml Inhalt lässt du leer, damit nichts austritt. Akkus lagerst du getrennt bei Raumtemperatur, nicht vollständig entladen.
Die Wahl zwischen den Sägearten klärt die Übersicht der Gartensägen.









