Leistung
Leistung

1080 W

Arbeitsbreite
Arbeitsbreite

30 cm

Arbeitstiefe
Arbeitstiefe

20 cm

Gewicht
Gewicht

7,5 kg

Leistung
Leistung

800 W

Arbeitsbreite
Arbeitsbreite

30 cm

Arbeitstiefe
Arbeitstiefe

20 cm

Gewicht
Gewicht

8,1 kg

Leistung
Leistung

1500 W

Arbeitsbreite
Arbeitsbreite

45 cm

Arbeitstiefe
Arbeitstiefe

20 cm

Gewicht
Gewicht

11,5 kg

Leistung
Leistung

1500 W

Arbeitsbreite
Arbeitsbreite

17-45 cm

Arbeitstiefe
Arbeitstiefe

23 cm

Gewicht
Gewicht

13,8 kg

Drei Annahmen über Leistung und Arbeitsbreite bei der Elektro-Bodenhacke

Eine Elektro-Bodenhacke hängt am Kabel und liefert dafür Dauerleistung zwischen 800 und 1.500 Watt, so lange die Beetlänge sie braucht. Rund um diese Wattzahl und rund um die Arbeitsbreite halten sich drei Annahmen, die bei der Auswahl regelmässig in die falsche Richtung führen.

Mehr Watt heisst tiefer arbeiten

Nicht die Leistung setzt die Arbeitstiefe, sondern der höhenverstellbare Bremssporn. Bei den vier Kabelgeräten liegt die Tiefe zwischen 20 und 23 cm — bei 800 Watt genauso wie bei 1.500.

Was die Leistung wirklich tut

Sie entscheidet, wie gleichmässig die Messer durch verdichteten Boden ziehen, ohne dass die Drehzahl einbricht. Für gepflegte Beete reichen 800 Watt; auf schwerem Boden arbeitest du mit 1.500 Watt in einem Zug durch statt in mehreren Übergängen.

Die grösste Arbeitsbreite ist die beste

45 cm sparen auf einer offenen Fläche jede zweite Bahn. Zwischen zwei Pflanzreihen mit 40 cm Abstand kommen sie aber nicht durch, und an einer Beetkante auch nicht.

Worauf es stattdessen ankommt

Auf die abnehmbare Bestückung. Wo vier von sechs Hackmessereinheiten herunterkönnen, fährt ein und dasselbe Gerät 45, 30 und 17 cm — die volle Fläche und den Reihenzwischenraum. Wer beides braucht, kauft die Verstellbarkeit, nicht die Maximalbreite.

Schwerer ist gründlicher

Das schwerste Kabelgerät wiegt 13,8 kg, das leichteste 7,5 kg. Der Abstand entsteht aus der Zahl der Messereinheiten und dem Gestänge — nicht aus der Motorleistung.

Was das Gewicht anzeigt

Die beiden 1.500-Watt-Geräte trennen 2,3 kg bei gleicher Leistungsklasse. Gewicht hilft, wenn das Gerät im Eingriff bleiben soll; es stört, sobald du es über eine Beetkante hebst.

Netzstecker, Bremse, Messerwechsel

Alle vier Geräte laufen an 230 Volt und erreichen 93 dB(A) Schallleistung. Die Messer drehen frei zugänglich unter dem Gehäuse — anders als bei einem Rasenmäher gibt es keinen Fangkorb, der die Hand fernhält.

Vor jedem Griff an die Messer: Stecker ziehen

Das gilt für den Umbau der Arbeitsbreite, für das Entfernen aufgewickelter Wurzeln und für jede Reinigung. Ein Gerät, das nur am Schalter aus ist, steht weiterhin unter Spannung. Zieh den Netzstecker und leg ihn in Sichtweite ab, nicht hinter dich.

Die Sicherheitsbremse stoppt die Hackmesser, sobald du den Schalter loslässt — sie braucht dafür aber einen Moment. Warte den vollständigen Stillstand ab, bevor du das Gerät kippst oder anhebst. Führ das Verlängerungskabel immer hinter dir und nie über das laufende Gerät; die Kabelzugentlastung am Holm hält die Steckverbindung, sie schützt nicht das Kabel selbst.

Trag festes, geschlossenes Schuhwerk. Die Messer arbeiten unmittelbar vor deinen Füssen, und die Geräte ziehen sich beim Eingreifen selbst nach vorn. Die verbindlichen Sicherheitshinweise, den zulässigen Kabelquerschnitt und die maximale Kabellänge findest du in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts.

Mechanisch oder elektronisch — was der Unterschied bei der Sicherheitsbremse bedeutet

Alle vier Kabelgeräte haben eine Sicherheitsbremse, die die Hackmesser beim Loslassen des Schalters zum Stillstand bringt. Drei davon arbeiten elektronisch, eines mechanisch. Der Unterschied liegt darin, was den Stopp auslöst: Die elektronische Variante wird über die Schaltung des Motors angesteuert, die mechanische wirkt unmittelbar auf den Antrieb und kommt ohne Elektronik aus.

Für die Bedienung ändert sich dadurch nichts. Drei der vier Geräte kombinieren die Bremse zusätzlich mit einem Sicherheitsschalter mit Einschaltsperre, bei einem ist der Handgriff mit Sicherheitsschalter ohne gesonderte Einschaltsperre ausgewiesen. Welches Gerät welche Ausführung hat, steht in der Tabelle weiter unten.

Die Bremse ist bei allen vier Kabelgeräten vorhanden. Sie ist damit keine Frage der Ausstattung, sondern Grundausstattung — die Auswahl entscheidest du über Breite, Gewicht und Leistung.

Wann der Boden sich bearbeiten lässt

Eine Motorhacke mit Kabel steht im Schuppen an der Steckdose und ist in fünf Minuten am Beet — das macht sie zum Gerät für kurze, wiederkehrende Einsätze statt für den einen grossen Termin im Jahr. Die Leiste zeigt, in welchen Wochen sich welcher Einsatz lohnt.

JFMAMJJASOND
Beet vor der AussaatJFMAMJJASOND
ZwischenreihenpflegeJFMAMJJASOND
Nach der ErnteJFMAMJJASOND

Das Frühjahrsfenster ist das kürzeste der drei: Zwischen dem Zeitpunkt, an dem die Fläche wieder trägt, und dem Termin der Aussaat liegen je nach Lage nur wenige Wochen. Mit einem eigenen Gerät an der Steckdose hackst du an dem Tag, an dem es passt, und brauchst für 10 Quadratmeter keine 20 Minuten.

Von Mai bis August geht es nicht mehr um die ganze Fläche, sondern um die Streifen zwischen den Reihen. Dafür rüstest du auf 17 oder 30 cm ab und arbeitest flacher, damit die Wurzeln der Kultur stehen bleiben. Im September bis November läuft das Gerät wieder in voller Breite: abgeerntete Beete werden aufgelockert, damit Frost und Winterfeuchte über die offene Struktur arbeiten können.

Die vier Kabelgeräte im Vergleich

ModellLeistungArbeitsbreitenMesserbestückungBremseGewichtBesonderheit
FEM 1500 1.500 W 45 / 30 / 17 cm 6 Hackmessereinheiten, 4 abnehmbar mechanisch 13,8 kg Arbeitstiefe bis 23 cm. Einziges Gerät mit drei Breitenstufen. Trägt das Siegel der Zeitschrift „selbst ist der Mann“, Ausgabe 1/2015, mit dem Fazit „sehr gut“.
IEM 1500 1.500 W 45 / 32 cm 6 Hackmessereinheiten, 2 aussen abnehmbar elektronisch 11,5 kg Arbeitstiefe 20 cm. Zwei Breitenstufen bei voller Leistung, ergonomischer Griff mit Softgrip, klappbares Gestänge.
IET 1030 1.080 W 30 cm 4 Hacksterne mit 16 Messern elektronisch 7,5 kg Leichtestes Kabelgerät. Arbeitstiefe bis 20 cm. Handgriff mit Sicherheitsschalter, ohne gesondert ausgewiesene Einschaltsperre.
IEM 800 S 800 W 30 cm 4 Hacksterne mit 16 Messern elektronisch 8,1 kg Arbeitstiefe bis 20 cm. Gleiche Bauform wie das 1.080-Watt-Gerät bei geringerer Leistungsaufnahme, Sicherheitsschalter mit Einschaltsperre.

Die Spannweite der Leistung sieht grösser aus, als sie sich anfühlt: Zwischen 800 und 1.500 Watt liegt in der Praxis weniger Unterschied als zwischen einer festen Breite und drei umbaubaren Stufen. Die 800-Watt-Maschine und die 1.080-Watt-Maschine arbeiten mit derselben Bestückung aus 4 Hacksternen mit je 16 Messern und derselben Arbeitstiefe von 20 cm — sie unterscheiden sich in der Reserve, nicht im Ergebnis. Nimm die Wattzahl deshalb als Vergleichswert zwischen den Modellen, und entscheide über die Breite, die du tatsächlich fahren willst.

Das Siegel in der Tabelle stammt von der Zeitschrift „selbst ist der Mann“, Ausgabe 1/2015. Alle vier Geräte teilen denselben Unterbau: Überlastschutz, Transportrad, höhenverstellbarer Bremssporn, Kabelzugentlastung, klappbares Gestänge. Der Schallleistungspegel liegt bei allen vier bei 93 dB(A) — dieser Wert beschreibt die abgegebene Schallenergie, nicht die Lautstärke an deinem Ohr.

Wann die volle Breite hilft und wann sie stört

Im Kabelsortiment stehen vier Breiten zur Wahl: 17, 30, 32 und 45 cm. Zwei der Geräte bringen mehrere davon mit, zwei fahren eine feste Breite. Die Frage ist nicht, welche Zahl grösser ist, sondern welche Fläche du am häufigsten vor dir hast.

45 cm spielen ihre Breite aus

  • Offene Beetfläche vor der Aussaat, am Stück und ohne Bepflanzung
  • Neuanlage eines Gemüsegartens, wo noch keine Reihen stehen
  • Grosse Rechtecke ab etwa 50 Quadratmetern — jede Bahn spart rund ein Drittel gegenüber 30 cm
  • Flächen, auf denen du in langen, geraden Zügen ohne Wenden arbeitest

Hier ist die schmale Stufe im Vorteil

  • Reihenkultur mit 30 bis 40 cm Abstand: 45 cm passen nicht zwischen die Pflanzen
  • Schmale Streifen entlang eines Weges oder einer Mauer
  • Arbeiten um Stauden und Beerensträucher herum, wo du eng am Wurzelhals vorbeimusst
  • Kanten und Ecken, in denen ein 45-cm-Gerät nur schräg ansetzen kann

Praktisch heisst das: Wenn beide Fälle bei dir vorkommen, ist ein Gerät mit abnehmbaren Messereinheiten die bessere Wahl als zwei Geräte. Der Umbau von 45 auf 30 cm dauert wenige Minuten und braucht nur die Sicherung der äusseren Einheiten. Wie die Arbeitsbreite grundsätzlich zur Beetgeometrie passt, steht in der Übersicht aller Bodenhacken.

Vier Gärten, vier Empfehlungen

Gemüsebeet in Reihen

Du säst in Reihen mit 30 bis 40 cm Abstand und hackst mehrmals je Saison zwischen den Kulturen durch. Die volle Fläche brauchst du nur im März und im Oktober.

Ein Gerät mit fester Breite von 30 cm oder mit abrüstbarer Bestückung bis 17 cm.

Grosses Beet am Stück

Eine offene Fläche ab 50 Quadratmetern ohne feste Reihen, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst komplett bearbeitet. Jede eingesparte Bahn zählt.

45 cm Arbeitsbreite bei 1.500 Watt, Arbeitstiefe 20 bis 23 cm.

Schwerer, gewachsener Boden

Der Boden ist verdichtet, das Gerät soll im Eingriff bleiben statt aufzuschwimmen. Hier zahlen sich Eigengewicht und Leistungsreserve gleichzeitig aus.

1.500 Watt und 11,5 bis 13,8 kg, Bremssporn tief gestellt.

Kleiner Garten, wenig Platz

Zwei bis drei Beete, ein Gartenhäuschen, in dem das Gerät senkrecht stehen muss. Du trägst es über eine Stufe und willst es allein aufstellen können.

7,5 bis 8,1 kg, klappbares Gestänge, 30 cm Breite.

Wenn dir bei allen vier Profilen das Gewicht als Erstes ins Auge fällt, ist womöglich ein anderer Antrieb die richtige Antwort — die Akku-Bodenhacken beginnen deutlich unter 7,5 kg.

Häufige Fragen zu Elektro-Bodenhacken

Wie baue ich die Arbeitsbreite um?

Du nimmst die äusseren Hackmessereinheiten von der Antriebswelle ab und sicherst die verbleibenden wieder. Beim Gerät mit drei Stufen sind vier von sechs Einheiten abnehmbar, das ergibt 45, 30 und 17 cm. Beim Zwei-Stufen-Gerät sind es die beiden äusseren Messer, das ergibt 45 und 32 cm. Zieh vorher den Netzstecker.

Brauche ich Werkzeug für den Umbau?

Die Einheiten sind auf der Welle gesteckt und mit Sicherungselementen gehalten. Welches Werkzeug dein Gerät dafür verlangt und wie die Einheiten wieder zu sichern sind, steht in der Bedienungsanleitung. Plane für den Umbau wenige Minuten ein, nicht eine halbe Stunde.

Was bringen 1.500 Watt gegenüber 800 Watt?

Vor allem Reserve unter Last. Die Arbeitstiefe ist mit 20 cm bei beiden gleich, sie wird über den Bremssporn eingestellt. Die höhere Leistung hält die Drehzahl stabiler, wenn die Messer in verdichteten Boden greifen. Auf gepflegten Beeten arbeitest du mit 800 Watt genauso zügig.

Mechanische oder elektronische Sicherheitsbremse?

Beide bringen die Hackmesser zum Stillstand, sobald du den Schalter loslässt. Die mechanische Ausführung wirkt unmittelbar auf den Antrieb und kommt ohne Elektronik aus, die elektronische wird über die Motorschaltung ausgelöst. Drei der vier Kabelgeräte haben die elektronische Variante, eines die mechanische.

Wie lang darf das Verlängerungskabel sein?

Zulässige Länge und erforderlicher Querschnitt stehen in der Bedienungsanleitung deines Geräts und hängen an der Leistungsaufnahme — 800 Watt und 1.500 Watt haben unterschiedliche Anforderungen. Halte dich an diese Angabe und nutze eine Trommel im komplett abgerollten Zustand.

Was passiert, wenn ich das Kabel treffe?

Die Hackmesser laufen unmittelbar vor dem Gerät, ein überfahrenes Kabel wird beschädigt. Deshalb gilt: Kabel immer hinter dir führen, in Bahnen von der Steckdose weg arbeiten und nie über das laufende Gerät greifen. Ein beschädigtes Kabel wird ersetzt, nicht abgeklebt.

Wie schwer ist das schwerste Gerät?

13,8 kg. Das ist zugleich das Gerät mit sechs Hackmessereinheiten und drei Arbeitsbreiten. Das leichteste Kabelgerät wiegt 7,5 kg. Alle vier haben ein Transportrad und ein zusammenklappbares Gestänge, sodass sie sich im Schuppen senkrecht abstellen lassen.

Was sind Hacksterne?

Sternförmig angeordnete Messergruppen auf der Antriebswelle. Zwei der Kabelgeräte arbeiten mit 4 Hacksternen und insgesamt 16 Messern bei 30 cm Arbeitsbreite. Sie sind fest bestückt, lassen sich also nicht auf eine schmalere Breite abrüsten.

Wie reinige ich die Hackmesser?

Netzstecker ziehen, Gerät kippen und die anhaftende Erde mit einem Holzspatel oder einer Handbürste abnehmen, solange sie noch feucht ist. Getrocknete Erde sitzt zwischen den Messereinheiten fest und erschwert den nächsten Breitenumbau. Kein Hochdruckreiniger auf Getriebe und Motor.

Was tue ich, wenn sich Wurzeln aufwickeln?

Gerät ausschalten, Stillstand der Messer abwarten, Netzstecker ziehen. Erst dann das Material mit einem Messer oder einer Astschere von der Welle trennen. Lange Wurzelstücke und Folienreste wickeln sich zwischen Welle und Messereinheit; werden sie liegen gelassen, arbeitet der Überlastschutz häufiger.

Wie lagere ich das Gerät über Winter?

Messer und Gehäuse trocken abreinigen, das Gestänge zusammenklappen und das Gerät frostfrei und trocken abstellen. Das Schneckengetriebe im Ölbad ist wartungsfrei. Roll das Kabel locker auf, statt es eng um den Holm zu ziehen, und prüf im Frühjahr vor dem ersten Einsatz Stecker und Mantel auf Beschädigungen.