36 V
30 cm
20 cm
8,5 kg
1080 W
30 cm
20 cm
7,5 kg
800 W
30 cm
20 cm
8,1 kg
1500 W
45 cm
20 cm
11,5 kg
20 V
19 cm
15,5 cm
4,0 kg
1500 W
17-45 cm
23 cm
13,8 kg
Welchen Boden eine Bodenhacke aufbricht — und welchen nicht
Eine Bodenhacke greift 15,5 bis 23 cm tief in die Krume — je nach Gerät und je nach Stellung des Bremssporns. Das ist genau die Schicht, in der Saatgut keimt und Gemüsewurzeln arbeiten. Alles darunter bleibt unberührt, und genau daran entscheidet sich, welche Fläche sich mit so einem Gerät sinnvoll bearbeiten lässt.
Die Maschine lockert also eine Auflage von rund einer Spatenblatt-Höhe. Sie bricht keine geschlossene Grasnarbe auf und ersetzt kein Umgraben auf ungenutztem Grund. Wo der Boden schon einmal bearbeitet wurde und nur wieder verdichtet oder verkrustet ist, kommt sie dagegen mit 190 bis 450 mm Arbeitsbreite in einem Durchgang weiter als jede Handhacke.
Dafür ist die Maschine gebaut
- Abgetrocknete Gemüse- und Blumenbeete, die im Vorjahr bereits bearbeitet wurden
- Verkrustete Oberflächen nach dem Winter — die Kruste bricht in den obersten Zentimetern auf
- Beete vor der Aussaat: Kluten zerkleinern und ein Saatbett von 15 bis 20 cm herrichten
- Leicht verdichteter Boden zwischen Pflanzreihen, mit 17 bis 19 cm Arbeitsbreite
- Kompost, Hornspäne oder abgefrorene Gründüngung in die obere Krume einarbeiten
- Hochbeete und grosse Pflanzkübel mit lockerem Substrat, sofern das Gerät mit 4,0 kg über die Kante zu heben ist
Dafür ist sie das falsche Werkzeug
- Nasser Lehm — er verschmiert an den Messern, verklebt die Einheiten und wird verdichtet statt gelockert
- Gefrorener Boden — die Messer treffen auf eine unnachgiebige Schicht, der Überlastschutz spricht an
- Geschlossene, durchwurzelte Grasnarbe — die Messer reissen sie auf, statt sie zu entfernen
- Steiniger Untergrund — Steine blockieren die Messereinheiten und belasten das Getriebe
- Frisch aufgeschütteter Mutterboden, der sich noch nicht gesetzt hat
- Wurzelfilz unter Hecken und Sträuchern, wo Wurzeln dicker als ein Finger liegen
Was die Hackmesser im Boden tatsächlich tun
Auf einer waagerechten Welle sitzen vier bis sechs Messereinheiten, die sich quer zur Fahrtrichtung drehen. Sie schlagen von oben in die Krume, brechen Kluten auf, mischen dabei Luft ein und heben feinere Erde nach oben. Die Geräte im Sortiment arbeiten mit 16 bis 24 Messern — je feiner die Bestückung, desto krümeliger das Ergebnis bei gleicher Überfahrt.
Anders als ein Rasenmäher hat eine Bodenhacke keinen eigenen Fahrantrieb. Der Vortrieb entsteht aus den Messern selbst: Sobald sie greifen, ziehen sie die Maschine nach vorn. Ohne Gegenhalt läuft das Gerät deshalb über die Fläche, statt in sie hineinzuarbeiten — es kratzt nur an der Oberfläche.
Diesen Gegenhalt liefert der Bremssporn, ein senkrechter Stahlsporn hinter der Messerwelle. Er schleift im Boden und bremst das Gerät aus, sodass die Messer länger an derselben Stelle arbeiten. Alle sechs Modelle im Sortiment haben ihn höhenverstellbar — er ist damit das Bedienelement, über das du die Arbeitstiefe tatsächlich einstellst.
Die Kraft kommt bei allen sechs Geräten über ein Schneckengetriebe im Ölbad an die Welle. Diese Bauform setzt hohe Motordrehzahl in niedrige Wellendrehzahl mit viel Drehmoment um und ist gekapselt, also wartungsfrei.
Bodenhacke, Motorhacke, Gartenfräse — welcher Begriff was meint
Die Begriffe werden im Handel durcheinander verwendet, zwei davon meinen dasselbe. Der dritte bezeichnet eine andere Geräteklasse, die mit einem 4,0 bis 13,8 kg schweren Gartengerät wenig gemein hat.
- Bodenhacke
- Handgeführtes Gerät mit rotierenden Messereinheiten für die oberen 15 bis 23 cm. Elektrisch oder akkubetrieben, ohne Fahrantrieb, mit Bremssporn als Gegenhalt.
- Motorhacke
- Im Sprachgebrauch dasselbe Gerät. Der Name betont den Motor gegenüber der Handhacke und sagt nichts über Bauart oder Leistung aus — auch ein 20-V-Akkugerät mit 4,0 kg wird so bezeichnet.
- Gartenfräse
- Üblicherweise die grössere, oft benzinbetriebene Maschine mit eigenem Radantrieb und deutlich höherem Gewicht. Sie ist für Neuland und grosse Flächen gedacht, nicht für das Gemüsebeet zwischen den Reihen.
- Hackmessereinheit
- Ein Satz gebogener Messer auf einer Nabe, der als Ganzes auf die Welle gesteckt wird. Vier bis sechs Einheiten sitzen nebeneinander; abnehmbare Einheiten verringern die Arbeitsbreite.
- Hackstern
- Andere Bezeichnung für dieselbe Baugruppe, meist bei Geräten mit vier Einheiten und insgesamt 16 Messern. Zwei Modelle im Sortiment sind so bestückt.
- Bremssporn
- Verstellbarer Sporn hinter der Welle. Je tiefer er steht, desto stärker bremst er den Vortrieb und desto tiefer arbeiten die Messer. Bei allen sechs Modellen höhenverstellbar.
- Arbeitsbreite
- Der Streifen, den das Gerät in einem Durchgang bearbeitet — im Sortiment zwischen 19 und 45 cm. Sie bestimmt, wie oft du über ein Beet fährst und ob du zwischen Reihen passt.
- Arbeitstiefe
- Wie weit die Messer eindringen, im Sortiment 15,5 bis 23 cm. Der Wert ist ein Maximum bei tief gestelltem Bremssporn und lockerem Boden, kein garantierter Wert für jeden Untergrund.
Akku oder Kabel — was der Antrieb im Beet ändert
Akku — leicht und ohne Kabel im Beet
Die beiden Akkugeräte wiegen 4,0 und 8,5 kg und liegen damit unter jedem Elektromodell ausser dem leichtesten. Das 4,0-kg-Gerät hebst du über eine Beetkante oder in ein Hochbeet, ohne abzusetzen. Es läuft mit 20 V und 2,0 Ah rund 30 Minuten, das 36-V-Gerät mit einem 4,0-Ah-Akku bis zu zwei Stunden.
Der zweite Vorteil ist praktischer Natur: Kein Kabel liegt zwischen frisch gesetzten Pflanzen, das du beim Wenden am Beetende nachziehen müsstest. Das bürstenlose der beiden Geräte bleibt zudem bei 86 dB(A) Schallleistung, während alle übrigen Modelle 93 dB(A) erreichen.
Zu den Akku-BodenhackenKabel — Dauerleistung ohne Ladepause
Die vier Netzgeräte nehmen 800 bis 1.500 W auf und geben diese Leistung so lange ab, wie Strom anliegt. Auf schwerem, lehmigem Boden ist das der entscheidende Punkt: Dort steht die Messerwelle unter dauerhafter Last, und die Arbeit ist nicht nach 30 Minuten unterbrochen, weil ein Akku leer ist.
Dazu kommt die Arbeitsbreite. Nur Netzgeräte erreichen im Sortiment 45 cm, und nur eines von ihnen fährt drei Breitenstufen von 45 über 30 bis 17 cm. Der Preis dafür ist das Gewicht: Die 1.500-W-Klasse wiegt 11,5 bis 13,8 kg, was ein Transportrad am Gestänge nötig macht.
Zu den Elektro-BodenhackenArbeitsbreite und Bremssporn — die zwei Einstellungen, die zählen
Die Arbeitsbreite ist bei den meisten Geräten keine feste Grösse. Die äusseren Messereinheiten sitzen gesteckt auf der Welle und lassen sich abziehen — aus 45 cm werden so 30 cm, bei einem Gerät im Sortiment in einer zweiten Stufe sogar 17 cm. Das ist kein Zubehör, sondern eine Bestückung, die du ohne Werkzeug in wenigen Minuten änderst.
Praktisch heisst das: Dieselbe Maschine bereitet mit voller Breite ein Beet vor der Aussaat vor und arbeitet danach mit abgenommenen Aussenmessern zwischen Reihen mit 25 bis 30 cm Abstand. Ohne diese Verstellung brauchst du für beides zwei Geräte oder verzichtest auf einen der beiden Einsätze.
Der Bremssporn regelt das Zweite: die Tiefe. Er wird in mehreren Löchern verstellt und schleift im Boden hinter der Welle. Steht er tief, bremst er das Gerät stark aus, die Messer bleiben länger an derselben Stelle und arbeiten sich bis zur maximalen Tiefe von 20 oder 23 cm hinunter. Steht er hoch, läuft das Gerät zügiger und bearbeitet nur die obersten Zentimeter.
Für die erste Überfahrt auf verkrustetem Boden ist die hohe Stellung meist die bessere: Du brichst die Kruste, ohne dass sich die Maschine festgräbt. Erst in der zweiten Überfahrt lohnt es sich, den Sporn abzusenken. Auf steinigem Untergrund bleibt er grundsätzlich hoch, weil jeder Zentimeter mehr Tiefe die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein Stein zwischen die Messer gerät.
- 45 / 30 / 17 cm
- Drei Stufen aus sechs Hackmessereinheiten, vier davon abnehmbar. Arbeitstiefe bis 23 cm, das Maximum im Sortiment.
- 45 / 32 cm
- Zwei Stufen aus sechs Einheiten mit zwei abnehmbaren Messern an der Aussenseite. Arbeitstiefe bis 20 cm.
- 30 / 18 cm
- Zwei Stufen aus vier Einheiten mit je vier Messern, zwei Einheiten abnehmbar. Arbeitstiefe bis 20 cm.
- 30 cm
- Feste Breite, vier Hacksterne mit zusammen 16 Messern. Zwei Modelle im Sortiment sind so bestückt, Arbeitstiefe je bis 20 cm.
- 19 cm
- Feste Breite des leichtesten Akkugeräts mit 24 Metall-Messern. Arbeitstiefe 15,5 cm.
Welches Gerät zu welchem Beet passt
- Wenn du zwischen Gemüsereihen arbeitest
- Nimm ein Gerät mit 19 cm fester oder 17 cm einstellbarer Arbeitsbreite. Bei 25 bis 30 cm Reihenabstand bleibt dann links und rechts genug Luft zu den Pflanzen.
- Wenn du ein Beet vor der Aussaat vorbereitest
- Nimm die volle Breite von 45 cm. Ein Beet von 1,20 m Breite ist damit in drei Bahnen bearbeitet statt in sieben, und das Saatbett wird gleichmässiger.
- Wenn du das Gerät ins Hochbeet heben musst
- Bleib bei 4,0 kg. Ab etwa 8 kg wird das Heben über eine 80 cm hohe Kante zur Zweipersonenarbeit, und im Hochbeet fehlt ohnehin der Platz für 45 cm Arbeitsbreite.
- Wenn dein Boden schwer und lehmig ist
- Nimm Dauerleistung, also 1.080 bis 1.500 W am Netz. Unter Dauerlast zählt nicht die Spitzenleistung, sondern dass die Welle über die ganze Beetlänge nicht einbricht.
- Wenn keine Steckdose in Reichweite ist
- Nimm ein Akkugerät. Mit 36 V und 4,0 Ah sind bis zu zwei Stunden dokumentiert — das reicht für mehrere Beete, ohne dass eine Kabeltrommel über den Rasen führt.
Alle sechs Modelle im direkten Vergleich
Sechs Merkmale teilen sich alle Geräte, deshalb tauchen sie in der Tabelle nicht auf: höhenverstellbarer Bremssporn, klappbares Gestänge für die Lagerung, Überlastschutz, wartungsfreies Schneckengetriebe im Ölbad, Sicherheitsbremse und Griff mit Softgrip. Die Tabelle zeigt nur, worin sich die Modelle unterscheiden.
| Modell | Antrieb | Leistung bzw. Akku | Arbeitsbreite | Arbeitstiefe | Gewicht | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| FEM 1500 | Netz, 230 V | 1.500 W | 45 / 30 / 17 cm | bis 23 cm | 13,8 kg | Drei Arbeitsbreiten aus sechs Hackmessereinheiten, vier davon abnehmbar. Einziges Modell mit mechanischer Sicherheitsbremse. Ausgezeichnet von „selbst ist der Mann“ mit dem Fazit „sehr gut“, Ausgabe 1/2015. |
| IEM 1500 | Netz, 230 V / 50 Hz | 1.500 W | 45 / 32 cm | bis 20 cm | 11,5 kg | Sechs Hackmessereinheiten mit zwei abnehmbaren Aussenmessern. Volle 45 cm Arbeitsbreite bei elektronischer Sicherheitsbremse, Sicherheitsschalter mit Einschaltsperre und Kabelzugentlastung. |
| IET 1030 | Netz, 230 V | 1.080 W | 30 cm | bis 20 cm | 7,5 kg | Leichtestes Netzgerät der Reihe. Vier Hacksterne mit zusammen 16 Messern, Transportrad und Kabelzugentlastung. |
| IEM 800 S | Netz, 230 V | 800 W | 30 cm | bis 20 cm | 8,1 kg | Geringste Leistungsaufnahme im Sortiment bei gleicher Bestückung mit vier Hacksternen und 16 Messern. Eine feste Arbeitsbreite ohne Verstellung. |
| IB-TC 36 | Akku, 36 V | 36 V, bis 2 Std. mit 4,0 Ah | 30 / 18 cm | bis 20 cm | 8,5 kg | Einziges Gerät mit bürstenlosem Motor und mit 86 dB(A) das leiseste der Reihe. Sanftanlauf, Bügelschalter am Holm, vier Hackmessereinheiten mit je vier Messern, zwei davon abnehmbar. Akkusystem von Bosch. |
| IAMH 20 | Akku, 20 V | 20 V / 2,0 Ah, bis 30 min | 190 mm | 155 mm | 4,0 kg | Leichtestes Gerät der Reihe mit 24 Metall-Messern statt Hacksternen. Zusätzlicher ergonomischer Griff, teilbares Gestänge, Abdeckung gegen Erde und Steine. Akku und Ladegerät liegen bei. |
Zwischen 4,0 und 13,8 kg liegt der Faktor drei — und das schwerste Gerät ist nicht das stärkste, sondern das mit den meisten Messereinheiten. Zwei Modelle nehmen je 1.500 W auf, aber nur eines davon trägt sechs Einheiten in drei Breitenstufen und ein entsprechend breites Gehäuse. Das Gewicht folgt hier der Arbeitsbreite, nicht der Wattzahl.
Für die beiden Akkugeräte ist keine Wattzahl dokumentiert; vergleichbar sind dort Spannung und Laufzeit — 20 V mit 30 Minuten gegen 36 V mit bis zu zwei Stunden bei 4,0 Ah.
Worauf du vor dem Kauf achten solltest
Arbeitsbreite und ihre Verstellbarkeit
Prüf nicht nur die maximale Breite, sondern die Stufen darunter. Ein Gerät mit 45, 30 und 17 cm deckt Flächenarbeit und Reihenpflege ab; eines mit fester Breite von 30 cm nur eines von beidem.
Gewicht und Transport
Zwischen 4,0 und 13,8 kg entscheidet sich, ob du das Gerät trägst oder rollst. Fünf Modelle haben dafür ein Transportrad oder Transporträder am Gestänge — bei 11,5 kg aufwärts ist das keine Bequemlichkeit, sondern nötig.
Stellung des Bremssporns
Alle sechs Geräte haben ihn höhenverstellbar. Sieh dir an, wie viele Rastungen es gibt und ob die Verstellung ohne Werkzeug geht — du änderst sie zwischen erster und zweiter Überfahrt regelmässig.
Mechanische oder elektronische Bremse
Fünf Modelle bremsen die Welle elektronisch ab, eines mechanisch. Beide stoppen die Messer beim Loslassen des Schalters; die mechanische Lösung arbeitet unabhängig von der Elektronik und sitzt im 1.500-W-Gerät mit 13,8 kg.
Getriebe und Wartung
Alle sechs Modelle haben ein wartungsfreies Schneckengetriebe im Ölbad. Es gibt daran nichts nachzufüllen und nichts abzuschmieren — ein Punkt, der bei der Folgekostenrechnung oft übersehen wird.
Schallleistungspegel
Fünf Geräte liegen bei 93 dB(A), das bürstenlose Akkugerät bei 86 dB(A). Sieben Dezibel Unterschied entsprechen rund einem Fünftel der Schallenergie. Der Wert beschreibt die Abgabe des Geräts, nicht die Lautstärke an deinem Ohr.
Wann der Boden bearbeitet werden will
Im März und April geht es um die volle Arbeitsbreite: Winterkruste brechen, Kluten zerkleinern, ein Saatbett auf 15 bis 20 cm herrichten. Warte ab, bis der Boden abgetrocknet ist — nasser Lehm verschmiert an den Messern und wird verdichtet statt gelockert.
Von Mai bis August arbeitest du zwischen den Reihen, mit 17 bis 19 cm Breite und hoch gestelltem Bremssporn. Hier geht es nur um die obersten Zentimeter: Verdichtung nach Regen lösen und Unkraut im Keimblattstadium unterbrechen, ohne die Wurzeln der Kulturpflanzen zu erreichen.
Im Oktober und November lockerst du abgeerntete Beete und arbeitest Kompost oder abgefrorene Gründüngung ein. Danach ruht die Fläche über den Winter. Bei Frost bleibt das Gerät stehen — gefrorener Boden gibt nicht nach, und die Belastung landet direkt auf Messern und Getriebe.
Häufige Fragen zu Bodenhacken
Wofür braucht man eine Bodenhacke?
Zum Lockern der oberen 15 bis 23 cm auf Flächen, die schon einmal bearbeitet wurden: Gemüse- und Blumenbeete im Frühjahr, verkrustete Oberflächen nach dem Winter, Zwischenreihen in der Saison und abgeerntete Beete im Herbst. Sie ersetzt das Umgraben mit dem Spaten auf Beetfläche, nicht das Umbrechen von Neuland.
Was ist der Unterschied zwischen Bodenhacke und Gartenfräse?
Bodenhacke und Motorhacke meinen dasselbe Gerät: handgeführt, ohne Fahrantrieb, im Sortiment 4,0 bis 13,8 kg schwer. Eine Gartenfräse ist üblicherweise die grössere, oft benzinbetriebene Maschine mit eigenem Radantrieb für grosse Flächen und Neuland.
Wie tief arbeitet eine Bodenhacke?
Zwischen 15,5 und 23 cm, je nach Modell. Der Wert gilt bei tief gestelltem Bremssporn und lockerem Boden. Auf verdichtetem oder steinigem Untergrund erreichst du in der ersten Überfahrt deutlich weniger und arbeitest dich in mehreren Durchgängen tiefer.
Welche Arbeitsbreite brauche ich?
Für Flächenarbeit vor der Aussaat 45 cm, für die Pflege zwischen Reihen 17 bis 19 cm. Wenn du beides machst, nimm ein Gerät mit abnehmbaren Messereinheiten — eines im Sortiment fährt 45, 30 und 17 cm, zwei weitere jeweils zwei Stufen.
Kann ich mit einer Bodenhacke eine Rasenfläche umbrechen?
Nein. Eine geschlossene, durchwurzelte Grasnarbe reissen die Messer nur auf, statt sie zu entfernen; die Wurzelstücke treiben anschliessend wieder aus. Stich die Narbe ab oder trag sie ab, und hack erst den freigelegten Boden.
Bei welcher Bodenfeuchte sollte ich hacken?
Der Boden soll krümelig abgetrocknet sein. Nasser Lehm verschmiert an den Messern, verklebt die Einheiten und wird durch die Bearbeitung verdichtet statt gelockert. Ein grober Test: Formt sich eine Handvoll Erde zu einer glänzenden Wurst, ist es zu früh.
Wozu dient der Bremssporn?
Er hält das Gerät zurück. Der Vortrieb kommt bei einer Bodenhacke aus den Messern selbst, nicht aus einem Fahrantrieb — ohne Gegenhalt läuft die Maschine über die Fläche, statt einzudringen. Über die Höhe des Sporns stellst du damit die Arbeitstiefe ein.
Wie schwer sollte das Gerät sein?
Das hängt vom Einsatz ab. Zum Heben ins Hochbeet sind 4,0 kg sinnvoll. Für schweren Boden mit voller Arbeitsbreite sind 11,5 bis 13,8 kg von Vorteil, weil das Gewicht die Messer im Boden hält — solche Geräte haben ein Transportrad am Gestänge.
Akku oder Kabel — was ist sinnvoller?
Akku, wenn keine Steckdose in Reichweite ist, wenn du das Gerät über Beetkanten hebst oder wenn kein Kabel zwischen den Pflanzen liegen soll. Kabel, wenn du schweren Boden über längere Zeit bearbeitest: 800 bis 1.500 W stehen ohne Ladepause dauerhaft zur Verfügung.
Muss ich das Getriebe warten?
Nein. Alle sechs Modelle haben ein wartungsfreies Schneckengetriebe im Ölbad, das gekapselt ist. Nachfüllen, Ölwechsel und Abschmieren entfallen. Nach dem Einsatz reinigst du die Messereinheiten von anhaftender Erde und Pflanzenresten, mehr fällt nicht an.
Wie laut ist eine Bodenhacke?
Fünf der sechs Modelle geben 93 dB(A) Schallleistung ab, das Akkugerät mit bürstenlosem Motor 86 dB(A). Der Schallleistungspegel beschreibt die vom Gerät abgegebene Schallenergie, nicht die Lautstärke an deinem Ohr — sieben Dezibel Unterschied entsprechen rund einem Fünftel der Energie.
Was mache ich bei steinigem Boden?
Stell den Bremssporn hoch, damit die Messer flacher arbeiten, und lies grössere Steine vorher ab. Blockiert ein Stein die Welle, spricht der Überlastschutz an, mit dem alle sechs Modelle ausgestattet sind. Trenn das Gerät vom Strom oder nimm den Akku ab, bevor du den Stein entfernst.
Wann im Jahr sollte ich den Boden hacken?
Im März und April zur Beetvorbereitung mit voller Breite, von Mai bis August flach zwischen den Reihen, im Oktober und November zum Einarbeiten von Kompost oder Gründüngung. Bei Frost bleibt das Gerät stehen: Gefrorener Boden belastet Messer und Getriebe.

























