1,5 kW
4 in 1
42 cm
5,5 kg
1,0 kW
4 in 1
45 cm
6,0 kg
Tanken am Benzin-Multitool — fünf Schritte vor dem Arbeitstag
Ein Benzin-Multitool startet nicht am Ladegerät, sondern am Tank: 750, 900 oder 1.300 Milliliter Zweitaktgemisch, je nach Gerät. Weil danach noch Aufsätze gewechselt und Schutzhauben montiert werden, lohnt sich die richtige Reihenfolge.
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Motor abkühlen lassen
Nach dem Arbeiten ist der Zylinder heiss, und der Auspuff bleibt es noch länger. Öffne den Tank erst, wenn der Motor abgekühlt ist. Bei den 32,6-cm³-Motoren reichen dafür meist wenige Minuten, beim 51,7-cm³-Motor plane etwas mehr ein.
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Gerät ablegen und den Deckelbereich säubern
Leg das Gerät auf ebenen Grund, Tankdeckel nach oben, Schneidwerkzeug vom Körper weg. Mit montiertem Aufsatz ist das Kombigerät kopflastig und kippt auf einer Böschung beim Einfüllen. Wisch Gras, Sägespäne und Staub um den Deckel weg — was dort liegt, fällt sonst in den Tank.
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Gemisch nach Vorgabe der Betriebsanleitung einfüllen
Das Mischungsverhältnis steht verbindlich in der Betriebsanleitung deines Geräts. Füll über einen Trichter und lass im Tank etwas Luft — 900 Milliliter sind schneller voll, als es beim Eingiessen aussieht. Der separate Öltank versorgt ausschliesslich die Kettenschmierung des Sägeaufsatzes.
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Deckel fest verschliessen, Verschüttetes abwischen
Zieh den Tankdeckel bis zum spürbaren Anschlag an. Ein nicht ganz geschlossener Deckel tropft, sobald du das Gerät schräg hältst oder am Schultergurt trägst. Übergelaufenes Gemisch wisch ab, auch am Aluminiumrohr — Kraftstoff greift Kunststoff- und Griffteile an.
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Vom Tankplatz weggehen, dann starten
Geh einige Meter weiter, bevor du Primer und Choke betätigst — am Tankplatz stehen Dämpfe, und das Leichtstartsystem zieht den Motor beim ersten Zug bereits durch. Erst danach montierst du den Aufsatz für die anstehende Arbeit.
Kurze Kontrolle, bevor der Motor läuft
Am Kombigerät kommen zu den üblichen Startpunkten die Verbindungsstellen dazu: geteilter Schaft, gewechselter Aufsatz, gewechselte Schutzhaube. Diese Liste ist in einer halben Minute abgearbeitet.
- Aufsatz vollständig eingeschoben, Schnellverschluss am 26-mm-Aluminiumrohr fest angezogen, Verriegelung hörbar eingerastet.
- Die zum Werkzeug passende Schutzhaube sitzt — die Haube des Freischneideraufsatzes schützt nicht am Sägeaufsatz und umgekehrt.
- Schneidwerkzeug unbeschädigt: Doppelfaden lang genug, 3-Zahn-Messer ohne Risse, Heckenmesser gerade.
- Am Sägeaufsatz die Kettenspannung prüfen — die Kette muss sich von Hand um das Schwert ziehen lassen und am Umlenkstern anliegen.
- Ölstand für die automatische Kettenschmierung an der Anzeige kontrollieren.
- Schultergurt eingehängt und auf deine Körpergrösse eingestellt.
- Tankinhalt sichtgeprüft, damit der Motor nicht mitten im Schnitt über Kopf ausgeht.
- Umgebung frei: kein Draht, kein Stein, kein Zaunpfahl im Arbeitsbereich, niemand im Umkreis von 15 Metern.
Was die drei Aufsätze leisten — und wo ihre Grenze liegt
Jeder Aufsatz ist auf ein Material zugeschnitten. Die Tabelle nennt zu jedem den entscheidenden Kennwert und den Punkt, an dem ein anderes Gerät die bessere Wahl ist.
| Aufsatz | Wofür | Kennwert | Wo ein anderes Gerät besser passt |
|---|---|---|---|
| Freischneideraufsatz | Gras, Brennnesseln, Brombeerranken und Wildwuchs an Böschungen. Der Doppelfaden mit Tippautomatik wird im Lauf nachgeführt, für Verholztes setzt du das 3-Zahn-Dickichtmesser auf. | Schnittbreite 420 bis 450 mm mit Faden, 255 mm mit Messer. Fadenstärke 2,4 mm. | Wer nur trimmt und nie sägt, ist mit einem Benzin-Freischneider leichter unterwegs. |
| Kettensägenaufsatz | Entasten aus dem Stand, ohne Leiter. Mit dem 76 cm langen Verlängerungsrohr kommt das Gerät auf 2,88 m Gesamtlänge, dazu die 7-fach-Schnittwinkelverstellung bis 90°. | OREGON-Markenschwert, Schnittlänge 24 bzw. 25,5 cm, automatische Kettenschmierung mit Ölstandsanzeige. | Beim Ablängen von Stammholz am Boden arbeitest du mit einer bodengeführten Säge präziser. |
| Heckenscherenaufsatz | Form- und Pflegeschnitt an hohen und breiten Hecken. Der Schneidkopf lässt sich 12-fach bis 170° schwenken, damit erreichst du Oberseite und Rückseite ohne umzustellen. | Schnittlänge 395 bzw. 400 mm, Messerabstand 23 bzw. 24 mm, gegenläufige gehärtete Präzisionsmesser. | An einer niedrigen Buchshecke am Beetrand arbeitest du mit einer handgeführten Heckenschere feiner. |
Die Kennwerte des Benzin-Sortiments
Die Motorleistung entscheidet weniger über die Schnittgeschwindigkeit als darüber, wie das Gerät unter Last reagiert. Ein 51,7-cm³-Motor hält die Drehzahl, wenn das 3-Zahn-Messer in dichtes Brombeergestrüpp geht. Für Gras, dünnes Gestrüpp und Heckenschnitt ist der kleinere Hubraum passend dimensioniert — und dank kleinerem Tank auch das leichtere Gesamtpaket.
Die Kettengeschwindigkeit hängt am Kettentyp und an der Teilung, nicht allein am Motor: Die drei Geräte fahren zwei verschiedene Kettentypen über ein gleich langes Schwert. Für die Auswahl ist der Wert nachrangig — was du beim Entasten wirklich merkst, sind Gesamtlänge, Schwertlänge und Gewicht am Gurt.
Fünfeinhalb bis sechs Kilogramm plus Aufsatz, den ganzen Vormittag am Gurt
Das Grundgerät wiegt 5,5 bis 6,0 Kilogramm, der Aufsatz kommt dazu, und beim Entasten hältst du das Ganze über Kopf. Über die Einsatzdauer entscheidet nicht die Kraft, sondern die Verteilung: Solange das Gewicht auf der Schulter liegt, arbeitest du Stunden. Sobald es im Arm hängt, ist nach zwanzig Minuten Schluss.
Deshalb ist der Schultergurt kein Zubehörteil, sondern das Bedienelement mit dem grössten Einfluss auf den Arbeitstag. Stell die Länge so ein, dass das Gerät im Freilauf waagerecht hängt und der Schneidkopf knapp über dem Boden schwebt — dann musst du zum Freischneiden weder heben noch drücken. Beim Wechsel auf den Sägeaufsatz verschiebt sich der Schwerpunkt nach vorn: Kürz den Gurt um eine Stufe, sonst kompensiert die Führungshand dauerhaft mit. Der verstellbare Handgriff am 26-mm-Rohr wandert gleich mit.
Die zwei Minuten für die Gurteinstellung sparst du beim ersten Aufsatzwechsel wieder ein — und den Muskelkater am Abend gleich mit.
Was am Saisonende zu tun ist
Am Kombigerät werden drei Werkzeuge eingelagert, nicht eines. Rechne für das Einwintern eine knappe Stunde — verteilt auf Motor, Aufsätze und Lagerplatz.
Motor: leerfahren statt ablassen
Fahr den Tank beim letzten Einsatz so weit leer, dass der Motor von selbst ausgeht. Das entleert auch den Vergaser, und genau dort setzen sich Rückstände ab, wenn Gemisch über Monate verdunstet. Danach reinige den Luftfilter — er lässt sich werkzeuglos entnehmen, was diese Aufgabe zur Sache von zwei Minuten macht. Zieh zuletzt die Zündkerze und sieh sie dir an: Ein rehbrauner Isolator ist unauffällig, ein nasser oder russschwarzer ein Hinweis, den du vor dem nächsten Start in der Werkstatt klären lässt.
Aufsätze: alle drei, nicht nur den zuletzt benutzten
Der Aufsatz, der im Oktober am Rohr steckte, wird gereinigt — die beiden anderen liegen seit Juli im Schuppen und werden übersehen. Bürste an allen dreien die Schnittreste ab: Grassaft am Freischneidekopf, Harz an den Heckenmessern, Sägemehl am Umlenkstern. Getrocknetes Pflanzenmaterial zieht Feuchtigkeit, und die reicht über einen Winter für Rost an den Schneiden.
Kette entspannen, Aufsätze trocken lagern
Lös die Kettenspannung am Sägeaufsatz, bevor das Gerät weggeräumt wird. Eine gespannte Kette zieht über Monate an Schwert und Umlenkstern, und bei fallenden Temperaturen kommt die Materialschrumpfung dazu. Lager alle Aufsätze frostfrei und trocken, hängend oder auf einem Regalbrett statt auf Betonboden. Das Grundgerät stellst du am selben Ort ab, Tankdeckel geschlossen.
Welches Gerät zu welchem Grundstück passt
Grundstück ohne Stromanschluss
Ein Wochenendgrundstück, ein Wiesenstück am Ortsrand, ein Garten ohne Aussensteckdose: Was zählt, ist ein Kanister im Kofferraum und ein Gerät, das durchläuft, solange Gemisch im Tank ist.
Der Bedarf ist meist gemischt: Gras kürzen, ein paar Äste wegnehmen, die Hecke am Zaun in Form halten. Dafür reicht die Motorisierung mit 32,6 cm³ aus, und der 900-Milliliter-Tank deckt einen halben Arbeitstag ab.
Einstieg mit dokumentiertem Ersatzzubehör: IBKH 33
Obstwiese mit regelmässigem Entastungsbedarf
Wo zwanzig Obstbäume stehen, ist Entasten der Hauptgrund für die Anschaffung. Über Kopf gesägt wird in Serie, und dabei zählt, wie sauber der Motor durchzieht, wenn das Schwert im grünen Holz steht.
255 statt 240 Millimeter Schnittlänge entscheiden, ob ein Leitast in einem Ansatz durchgeht. Zusammen mit 1,5 kW und dem 1.300-Milliliter-Tank ergibt das die Konfiguration für längere Serien — bei zugleich niedrigstem Grundgewicht der drei Geräte.
Längstes Schwert und stärkster Motor: IBKH 52-1
Grosses Grundstück mit Hecke und Wildwuchs
Lange Grundstücksgrenzen, eine Hecke über hundert Meter, dazwischen Flächen, die zweimal im Jahr freigeschnitten werden: Hier läuft der Freischneideraufsatz die meisten Betriebsstunden, der Sägeaufsatz nur für den gelegentlichen Überhang.
Bei dieser Verteilung zählt die Fläche pro Bahn. 450 Millimeter Schnittbreite mit Faden sind die grösste Zustellung im Sortiment — auf hundert Metern Böschung spart das gegenüber 420 Millimetern eine spürbare Zahl an Bahnen.
Grösste Schnittbreite mit Faden: IBKH 33-1
Alle drei Geräte tragen dieselben Aufsatztypen und dasselbe 26-mm-Aluminiumrohr mit teilbarem Schnellverschluss. Welche Bauart zu deinem Bedarf passt, steht auf der Übersichtsseite Multitools; das akkubetriebene Gegenstück findest du unter Akku-Multitools.
Häufige Fragen zu Benzin-Multitools
Muss ich vor jedem Aufsatzwechsel tanken?
Nein. Der Wechsel hat mit dem Tankstand nichts zu tun. Es ist aber praktisch, mit vollem Tank in den Arbeitstag zu starten und den Aufsatz erst danach zu montieren — dann hantierst du nicht zweimal am Gerät. Vor dem Öffnen des Tanks muss der Motor in jedem Fall abgekühlt sein.
Wie lange läuft eine Tankfüllung?
Das hängt an Aufsatz und Last. Die Tanks fassen 750, 900 und 1.300 Milliliter. Als Anhaltspunkt: Heckenschnitt und Freischneiden im Gras verbrauchen weniger als Dauerschnitte im Holz. Für einen halben Arbeitstag im gemischten Einsatz plane eine bis zwei Füllungen und nimm den Kanister mit ans Grundstück.
Was bedeuten 21 gegenüber 9,8 Metern pro Sekunde Kettengeschwindigkeit?
Die Kettengeschwindigkeit sagt, wie schnell die Kette über das Schwert läuft. Sie hängt am Kettentyp und an der Teilung, nicht allein am Motor — die drei Geräte fahren zwei verschiedene Kettentypen. Für die Auswahl sind Schwertlänge, Gesamtreichweite und Gewicht am Gurt die aussagekräftigeren Werte.
Wie weit reicht das Verlängerungsrohr?
Das Verlängerungsrohr für den Sägeaufsatz misst 76 Zentimeter und bringt das Gerät auf 2,88 Meter Gesamtlänge. Zusammen mit der Armhaltung erreichst du damit Äste in rund vier Metern Höhe, ohne auf eine Leiter zu steigen. Achte dabei auf den Fallbereich unter dem Ast.
Wie stelle ich den Schultergurt für den schwersten Aufsatz ein?
Häng das Gerät mit montiertem Aufsatz ein und lass es frei pendeln. Richtig ist die Länge, bei der das Rohr etwa waagerecht steht und der Schneidkopf knapp über dem Boden schwebt. Für den Sägeaufsatz kürz den Gurt um eine Stufe gegenüber dem Freischneideraufsatz — der Schwerpunkt liegt weiter vorn.
Kann ich das Gerät liegend transportieren?
Ja, mit leerem oder gut verschlossenem Tank und montiertem Transportschutz am Schneidwerkzeug. Der teilbare Schnellverschluss am Aluminiumrohr macht das Gerät kurz genug für einen normalen Kofferraum. Leg es so, dass der Tankdeckel oben liegt, und sichere es gegen Verrutschen.
Wie laut sind die Geräte?
Der Schallleistungspegel liegt bei 114 bis 115 dB(A). Dieser genormte Wert beschreibt die abgegebene Schallenergie des Geräts, nicht die Lautstärke an deinem Ohr. Gehörschutz ist bei Benzingeräten in dieser Klasse Pflichtausrüstung, ebenso Schutzbrille und feste Schuhe.
Was mache ich, wenn der Aufsatz nicht einrastet?
Meist sitzt die Antriebswelle nicht in der Kupplung. Zieh den Aufsatz ein Stück heraus, dreh das Schneidwerkzeug von Hand ein paar Grad weiter und schieb erneut ein — dann greift die Verzahnung. Gewalt hilft nicht. Prüf ausserdem, ob Schmutz im Rohrende sitzt, und zieh den Schnellverschluss erst nach dem Einrasten fest.
Wie lagere ich die Aufsätze, die gerade nicht am Gerät sind?
Gereinigt, trocken und frostfrei, am besten hängend oder auf einem Regalbrett statt auf Betonboden. Entferne vorher Pflanzenreste und Harz von den Schneiden. Am Sägeaufsatz lös die Kettenspannung, wenn er längere Zeit liegt, und setz den Schwertschutz auf.
Brauche ich für jeden Aufsatz eine eigene Schutzhaube?
Ja. Jeder Aufsatz bringt die zu seinem Schneidwerkzeug passende Schutzeinrichtung mit, und sie sind nicht gegeneinander austauschbar. Die Haube des Freischneideraufsatzes lenkt Steine und Schnittgut nach unten ab, der Sägeaufsatz hat einen Schwertschutz für Transport und Lagerung. Ohne die passende Haube wird nicht gestartet.
Wie reinige ich den Luftfilter?
Der Luftfilter lässt sich an allen drei Geräten werkzeuglos entnehmen. Klopf ihn aus oder reinige ihn nach Vorgabe der Betriebsanleitung, und setz ihn erst vollständig trocken wieder ein. Ein zugesetzter Filter macht sich durch schlechten Rundlauf und Leistungsverlust bemerkbar — prüf ihn deshalb nach staubigen Einsätzen und vor dem Einwintern.









