Leistung
Leistung

40 V

Arbeitsbreite
Arbeitsbreite

40 cm

Arbeitstiefe
Arbeitstiefe

-12 / +3 mm

Gewicht
Gewicht

11,0 kg

Leistung
Leistung

36 V

Arbeitsbreite
Arbeitsbreite

36 cm

Arbeitstiefe
Arbeitstiefe

-12 / +10 mm

Gewicht
Gewicht

10,5 kg

Leistung
Leistung

40 V

Arbeitsbreite
Arbeitsbreite

32 cm

Arbeitstiefe
Arbeitstiefe

-9 / +3 mm

Gewicht
Gewicht

9,5 kg

Akku-Vertikutierer: wo das fehlende Kabel den Unterschied macht

Ein Akku-Vertikutierer spielt seinen Vorteil nicht überall gleich stark aus. Er hängt an der Lage deines Grundstücks, an der Zahl der Hindernisse und daran, ob du in einem Zug arbeitest oder in Etappen. Die drei Akkugeräte im Sortiment decken Arbeitsbreiten von 320 bis 400 Millimeter ab.

Wenn dein Rasen um Bäume, Beete und Wäschepfosten herumläuft
Dann arbeitest du in kurzen Bahnen mit vielen Richtungswechseln. Ein Kabel legt sich bei jedem Umsetzen um das nächste Hindernis und muss zurückgezogen werden. Das schmalste Akkugerät kommt mit 320 Millimeter Arbeitsbreite auch zwischen zwei Beetkanten durch.
Wenn keine Aussensteckdose in Reichweite ist
Dann entfällt die Rechnung mit Verlängerungskabel und Querschnitt komplett. Vorgärten, abgesetzte Rasenstücke hinter der Garage oder ein Streifen am Feldrand sind mit 40 bis 80 Minuten Laufzeit im Leerlauf erreichbar, ohne dass Strom dorthin gelegt werden muss.
Wenn du in mehreren Etappen arbeitest
Dann bestimmt ohnehin der Fangsack den Takt: 30 bis 45 Liter sind bei dichtem Rasenfilz schnell voll. Ein Akkuwechsel passt in dieselbe Pause. Die Ladezeit liegt je nach Kapazität bei rund einer Stunde für 2,0 Ah und rund zwei Stunden für 4,0 Ah.
Wenn deine Fläche unter 200 Quadratmeter liegt
Dann fährst du mit 320 Millimeter Arbeitsbreite rechnerisch rund 625 Bahnmeter, ohne die Überlappung. Das ist eine Strecke, für die sich der Auf- und Abbau einer Kabeltrommel kaum lohnt. Mit 9,5 Kilogramm ist das leichteste Gerät dabei auch das, das du allein in den Keller trägst.
Wenn du bereits Geräte auf einer Akkuplattform hast
Dann zählt, welche Zellen du schon im Schrank liegen hast. Zwei der drei Geräte laufen mit 40 Volt aus zwei 20-Volt-Akkus. Das dritte wird als Solo-Version ohne Akku und ohne Ladegerät geliefert.

Warum Vertikutieren mehr Richtungswechsel verlangt als Mähen

Ein Rasenmäher fährt lange Bahnen und wird am Ende der Fläche einmal gewendet. Beim Vertikutieren ist das anders: Die Messerwalze greift in die Grasnarbe, das Gerät läuft langsamer, und die Bahnen müssen sich sichtbar überlappen, damit keine ungeritzten Streifen stehen bleiben. Aus derselben Fläche werden dadurch deutlich mehr Einzelbahnen.

Das lässt sich ausrechnen. Eine Rasenfläche von 300 Quadratmetern ergibt bei 400 Millimeter Arbeitsbreite rund 750 Bahnmeter, bei 320 Millimeter rund 940 — und die Überlappung ist dabei noch nicht eingerechnet. Jeder dieser Bahnwechsel bedeutet: Gerät anheben, versetzen, wieder ansetzen. Ein Kabel macht diese Bewegung jedes Mal mit.

Dazu kommt, dass ein Vertikutierer beim Wenden nicht einfach geschoben wird. Die Walze muss aus dem Boden, sonst reisst sie beim Drehen die Narbe auf. Alle drei Akkugeräte haben dafür einen Bügelschalter am ergonomischen Holm und grosse Räder mit 185 bis 200 Millimeter Durchmesser vorn, über die sich das Gerät ankippen lässt. Was du dabei nicht in der Hand haben willst, ist ein Kabel.

Minus 12 bis plus 10 Millimeter: der grösste Verstellbereich der drei Akkugeräte

Die Arbeitstiefe ist die Stellgrösse, über die beim Vertikutieren alles entschieden wird — was sie grundsätzlich bewirkt, steht auf der Übersichtsseite Vertikutierer. Innerhalb dieser drei Geräte lohnt aber ein genauerer Blick, denn ihre Verstellbereiche sind nicht deckungsgleich.

Nach unten sind sich zwei der Geräte einig: minus 12 Millimeter. Der Unterschied liegt oben. Zwei Modelle enden bei plus 3 Millimetern, das Solo-Gerät geht bis plus 10. Positiv heisst: Die Walze steht über der Grasnarbe und ritzt den Boden nicht mehr, sondern kämmt nur noch Moos und lose Halme heraus. Genau das ist der Lüfterbetrieb.

Die zusätzliche Reserve nach oben ist kein Luxus. Auf unebenem Gelände, auf einem frisch angelegten oder erst angewachsenen Rasen und bei hoher Schnitthöhe braucht die Walze Abstand, sonst hakt sie in jeder Bodenwelle ein. Mit einer 5-fachen zentralen Verstellung stellst du diesen Abstand an einem Hebel ein, nicht an vier Rädern einzeln.

Akkugerät 320 mm
−9 bis +3 mm · 4-fach, zentral
Akkugerät 400 mm
−12 bis +3 mm · 5-fach, zentral
Solo-Gerät 360 mm
−12 bis +10 mm · 5-fach, zentral

Ein Gerät ohne Akku im Karton

Was SOLO bedeutet — und für wen sich das rechnet

Eines der drei Geräte wird als Solo-Version verkauft. Die Artikelnummer endet auf -SOLO-ON, und Akku und Ladegerät sind nicht dabei. Im Karton liegt das Gerät, sonst nichts. Es trägt das Siegel „AKKU POWERED BY BOSCH".

Für wen das aufgeht: Wer bereits passende Akkus und ein Ladegerät besitzt, zahlt die Zellen nicht ein zweites Mal — und Akkus sind der Teil, der am ehesten mehrfach im Haushalt liegt. Zum Vergleich: Die beiden anderen Akkugeräte kommen mit je zwei Akkus und einem Doppel-Schnellladegerät.

Wo es zur Falle wird: Ohne passenden Akku im Bestand ist das Gerät nach dem Auspacken nicht einsatzbereit. Prüf vor der Bestellung, welche Akkus und welches Ladegerät du hast, und ergänz sie bei Bedarf aus dem Bereich Akkus & Ladegeräte. Der Griff dieses Modells ist zweifach höhenverstellbar, die beiden anderen sind es dreifach.

Die drei Akkugeräte im Vergleich

ModellAkkusystemArbeitsbreiteArbeitstiefeFangsackGewichtBesonderheit
IAVL 2-2032 40 V (2× 20 V), 2,0 Ah · 40 min Leerlauf 320 mm −9 bis +3 mm 30 l 9,5 kg Leichtestes Gerät der Kategorie. 14 Edelstahlmesser, Lüfterwalze mit 36 Stahlfederzinken. Ladezeit ca. 1 Std.
IB-SR 36 40 V, Solo ohne Akku · 30 min Leerlauf mit 4,0 Ah 360 mm −12 bis +10 mm 45 l 10,5 kg Grösster Verstellbereich nach oben und grösster Fangsack. 20 Edelstahlmesser, 44 Stahlfederzinken, Siegel „AKKU POWERED BY BOSCH". Griff 2-fach verstellbar.
IAVL 2-2040 40 V (2× 20 V), 4,0 Ah · 80 min Leerlauf 400 mm −12 bis +3 mm 40 l 11,0 kg Breiteste Bahn und längste Laufzeit. 18 Edelstahlmesser, 48 Stahlfederzinken, Räder 185/145 mm. Ladezeit ca. 2 Std.

Zwischen der schmalsten und der breitesten Bahn liegen 80 Millimeter. Das klingt wenig, entscheidet aber über die Zahl der Bahnen: Auf 300 Quadratmetern sind es mit 320 Millimetern rund 190 Bahnen mehr Arbeitsweg als mit 400. Wer eine zusammenhängende, offene Fläche vor sich hat, gewinnt mit der breiten Bahn Zeit.

Umgekehrt schlägt das Gewicht zu Buch, sobald oft gewendet wird. Zwischen 9,5 und 11,0 Kilogramm liegen 1,5 Kilogramm, die du bei jedem Ankippen mithebst — bei 940 Bahnmetern auf einer verwinkelten Fläche summiert sich das anders als auf einer Wiese am Stück. Die Zwischengrösse mit 360 Millimetern und 10,5 Kilogramm liegt genau dazwischen und bringt zugleich den grössten Fangsack mit 45 Litern mit.

89 bis 93 Dezibel: die Schallwerte der drei Geräte

89 dB(A)Solo-Gerät, 360 mm
92 dB(A)Akkugerät, 320 mm
93 dB(A)Akkugerät, 400 mm
45 lgrösster Fangsack

Die vier Dezibel Abstand zwischen dem leisesten und dem lautesten der drei Geräte sind kein Zufallswert, sondern folgen der Baugrösse: mehr Arbeitsbreite, mehr Messer, mehr abgestrahlte Schallenergie. Das Gerät mit 20 Edelstahlmessern und 360 Millimetern liegt mit 89 dB(A) am unteren Ende, das mit 48 Stahlfederzinken auf 400 Millimetern bei 93.

Wichtig für die Einordnung: Der Schallleistungspegel ist ein genormt gemessener Wert für die Schallenergie, die das Gerät insgesamt abgibt. Er beschreibt nicht die Lautstärke an deinem Ohr — die hängt vom Abstand, von der Umgebung und davon ab, ob du auf offener Fläche oder zwischen zwei Hauswänden arbeitest. Gehörschutz gehört bei diesen Werten trotzdem zur Ausrüstung.

Alle drei Geräte arbeiten mit einem bürstenlosen Motor. Der kommt ohne Kohlebürsten aus, die sich abnutzen und mitreiben, und ist damit ein Teil der Erklärung, warum diese Werte so ausfallen. Die zweite Hälfte der Erklärung liegt bei der Walze selbst, die im Boden arbeitet und dabei den grösseren Teil des Geräusches erzeugt.

Akku und Walze: vor und nach dem Einsatz

  • Lade den Akku vor dem Einsatz voll. Bei 2,0 Ah dauert das rund eine Stunde, bei 4,0 Ah rund zwei — plan die Ladezeit lieber am Vorabend ein als am Arbeitstag.
  • Arbeite nicht bei Frost. Lithium-Ionen-Zellen geben in der Kälte weniger ab; die 30 bis 80 Minuten Leerlaufzeit gelten bei normalen Temperaturen. Warte im Frühjahr lieber den ersten milden Tag ab — das ist ohnehin der bessere Zeitpunkt für die Grasnarbe.
  • Nimm den Akku heraus, bevor du Walze oder Fangsack anfasst. Das gilt auch für das kurze Freiräumen zwischendurch, nicht nur für die Reinigung am Ende.
  • Räum die Walze nach jedem Einsatz frei. Feuchter Filz und Moos setzen sich zwischen den Edelstahlmessern und um die Stahlfederzinken fest und trocknen dort hart.
  • Halt die Kontakte am Akkuschacht trocken und frei von Grasresten. Ein feuchter Kontakt ist die häufigste Ursache dafür, dass ein voller Akku nicht erkannt wird.
  • Überwintere den Akku teilgeladen und frostfrei, getrennt vom Gerät. Tiefentladen eingelagerte Zellen verlieren dauerhaft Kapazität.
  • Klapp den Führungsholm über die Schnellverschlüsse ein, bevor du das Gerät wegstellst. Alle drei Geräte sind dafür gebaut und brauchen dann deutlich weniger Stellfläche.

Häufige Fragen zu Akku-Vertikutierern

Reicht eine Akkuladung für meine Fläche?

Die drei Geräte kommen auf 40, 80 und 30 Minuten Leerlauf, also ohne Walze im Boden. Im Einsatz arbeitet die Walze gegen Widerstand, das kostet mehr Energie — wie viel, hängt von Arbeitstiefe, Filzdichte und Bodenfeuchte ab. Nimm die Werte als Vergleich zwischen den Modellen: Für eine offene Fläche bis rund 200 Quadratmeter reicht ein Satz, darüber oder bei dichtem Filz plan einen zweiten Satz Akkus ein, dann arbeitest du ohne Ladepause durch.

Was heisst SOLO bei einem Akku-Vertikutierer?

SOLO heisst: Gerät ohne Akku und ohne Ladegerät. Beim betroffenen Modell endet die Artikelnummer auf -SOLO-ON, Akku und Ladegerät sind nicht dabei. Beides musst du separat haben oder dazukaufen. Die beiden anderen Geräte kommen dagegen mit zwei Akkus und einem Doppel-Schnellladegerät.

Welche Akkus passen zu den Geräten?

Zwei der drei Geräte arbeiten mit 40 Volt aus zwei 20-Volt-Akkus, die gemeinsam eingesetzt werden. Das Solo-Modell trägt das Siegel „AKKU POWERED BY BOSCH" und wird über das dazugehörige Akkusystem versorgt. Welcher Akku konkret passt, steht in der Bedienungsanleitung des jeweiligen Geräts.

Kann ich Akkus von anderen Geräten weiterverwenden?

Innerhalb derselben Plattform ja, über Systemgrenzen hinweg nein. Zwei 20-Volt-Akkus aus derselben Reihe lassen sich in den 40-Volt-Geräten einsetzen, ein Akku eines fremden Systems passt weder mechanisch noch elektrisch. Genau diese Frage entscheidet, ob sich ein Solo-Gerät für dich lohnt.

Wie lange lädt der Akku?

Rund eine Stunde bei 2,0 Ah und rund zwei Stunden bei 4,0 Ah. Bei den beiden Geräten mit mitgeliefertem Doppel-Schnellladegerät werden beide Akkus zusammen versorgt. Da der Fangsack mit 30 bis 45 Litern ohnehin regelmässig geleert werden muss, lässt sich der Wechsel gut in eine Pause legen.

Warum sind die Akkugeräte vergleichsweise leise?

Alle drei arbeiten mit einem bürstenlosen Motor, der ohne schleifende Kohlebürsten auskommt. Die gemessenen Schallleistungspegel liegen bei 89, 92 und 93 dB(A), gestaffelt nach Arbeitsbreite und Zahl der Messer. Der Wert beschreibt die abgegebene Schallenergie, nicht die Lautstärke an deinem Ohr.

Was bringt mir der grössere Verstellbereich nach oben?

Er bringt Abstand zwischen Walze und Boden. Bei plus 10 Millimetern kämmt das Gerät nur noch Moos und lose Halme aus der Narbe, statt sie zu ritzen. Das ist auf unebenem Gelände, bei hoher Schnitthöhe und auf jungem Rasen der Bereich, in dem du arbeiten willst. Zwei der drei Geräte enden bei plus 3 Millimetern.

Wie schwer ist das Gerät ohne Akku?

Die drei Geräte wiegen 9,5, 10,5 und 11,0 Kilogramm. Wenn es aufs Tragen über Stufen ankommt, rechne den Akku dazu und nimm im Zweifel das leichteste der drei. Für die Praxis wichtiger ist ohnehin, dass sich alle drei am klappbaren Holm allein verstauen lassen.

Wie lagere ich den Akku über den Winter?

Teilgeladen, frostfrei und getrennt vom Gerät. Weder ganz leer noch dauerhaft am Ladegerät ist gut für Lithium-Ionen-Zellen. Ein trockener Innenraum reicht; die Garage ist nur dann geeignet, wenn sie nicht unter null Grad fällt. Prüf den Ladestand im Frühjahr, bevor du das Gerät herausholst.

Was tue ich, wenn der Akku mitten in der Bahn leer wird?

Fahr die angefangene Bahn nicht mit halber Kraft zu Ende, sondern setz das Gerät ab, hebe die Walze aus dem Boden und merk dir die Stelle. Nach dem Akkuwechsel setzt du eine halbe Bahnbreite überlappend wieder an. So bleibt kein ungeritzter Streifen stehen, der später als Muster im Rasen sichtbar wird.

Reicht ein Akkusatz oder brauche ich zwei?

Für kleine, verwinkelte Flächen reicht in der Regel ein Satz, weil die Leerung des 30- bis 45-Liter-Fangsacks den Ablauf ohnehin unterbricht. Ab etwa einer halben Stunde reiner Arbeitszeit wird ein zweiter Satz zur Zeitfrage: Laden dauert ein bis zwei Stunden, wechseln dauert einen Moment.