22.04.21
Kleine Rasenkunde - Rasen Tipps
Zuletzt aktualisiert am: 05. Juni 2025
Ein gesunder und gepflegter Rasen ist das Herzstück eines schönen Gartens. Doch damit das Grün seine volle Pracht entfalten kann, braucht es regelmäßige Pflege, die richtig durchgeführt wird. In diesem Beitrag erfahren Sie unter anderem, warum Vertikutieren so wichtig ist, wie Sie Ihren Rasen vor Krankheiten schützen und mit welchen Geräten Sie Ihre Gartenarbeit leichter und effizienter gestalten können. Egal ob Gras- und Buschschere, Rasentrimmer oder Rasenmäher – wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Grünfläche optimal pflegen und lange Freude daran haben.
Übersicht / Auswahl:
- Rasenmäher richtig einsetzen: So gelingt Ihnen ein dichter, gesunder Rasen
- Das passende Rasensaatgut: Grundlage für einen schönen Rasen
- Rasenarten im Überblick – welche passt zu Ihrem Garten?
- Warum regelmäßiges Rasenmähen so wichtig ist
- Die richtige Halmlänge: So bleibt Ihr Rasen gesund
- Wie oft sollte man den Rasen mähen?
- Wann und wie sollte Gras richtig gekürzt werden?
- Kein nasses Gras mähen und richtig mit Hitze umgehen
- Rasen richtig wässern – so bleibt Ihr Grün gesund
- Abgeschnittenes Gras entfernen oder Mulchen – was ist besser?
- Schnittbreite voll ausschöpfen
- Schützen und schärfen Sie die Messer
- Rasentrimmer für Rasenkanten
- Gras- und Buschschere – Präzise Kantenpflege leicht gemacht
- Vertikutierer & Rasenlüfter
- Rasenmäher nicht als Häcksler verwenden
- Rasenkrankheiten – Worauf Sie achten sollten
Rasenmäher richtig einsetzen: So gelingt Ihnen ein dichter, gesunder Rasen
Ein sattgrüner, gepflegter Rasen ist kein Zufall – sondern das Ergebnis regelmäßiger Pflege. Dabei kommt es vor allem auf die richtige Rasenhöhe, ausreichende Bewässerung und den gezielten Einsatz Ihres Rasenmähers an.
Unser Tipp: Der Rasen mag es, regelmäßig gemäht zu werden – das regt das Wachstum an und fördert eine dichte, widerstandsfähige Grasnarbe.
Während Gräser häufiges Schneiden gut vertragen, fühlen sich Unkräuter und Wildkräuter dadurch gestört. Wer also regelmäßig mäht und zusätzlich auf ausreichende Feuchtigkeit achtet, schafft beste Voraussetzungen dafür, dass sich der Rasen gegen unerwünschte Pflanzen durchsetzt.
Mit ein paar einfachen Tipps und dem passenden Rasenmäher
von IKRA steht Ihrem Traumrasen nichts mehr im Weg.
Das passende Rasensaatgut: Grundlage für einen schönen Rasen
Nicht jedes Saatgut passt zu jedem Garten. Die erste Frage
lautet deshalb: Wie wird die Rasenfläche genutzt?
- Wird darauf gespielt – vielleicht Fußball oder Golf?
- Soll der Rasen rein dekorativ wirken, also als Zier- oder Traumrasen?
- Oder soll eine bereits bestehende Fläche per Nachsaat ausgebessert werden?
Für all diese Anforderungen gibt es spezielle Rasensaatgut-Mischungen: vom pflegeleichten Freizeitrasen bis zum strapazierfähigen Sportrasen – erhältlich im Gartenfachhandel oder Baumarkt.
Wichtig: Greifen Sie möglichst nicht zu Billig-Saatgut! Günstige Mischungen bestehen oft aus schnellwachsenden landwirtschaftlichen Gräsern, die eigentlich als Tierfutter gedacht sind. Sie wachsen anfangs zwar rasant, reagieren aber empfindlich auf regelmäßiges Mähen – mit der Folge: Lücken, abgestorbene Stellen und eine Einladung für Unkraut wie Löwenzahn.
Hochwertige Rasensamen: Woran Sie Qualität erkennen
Gutes Saatgut:
- enthält robuste Gräsersorten wie Wiesenrispe (Poa pratensis) und Weidelgras (Lolium perenne)
- ist auf langfristige Belastbarkeit und gleichmäßiges Wachstum ausgelegt
- besteht aus maximal drei bis vier ausgewählten Sorten
- trägt das Qualitätsmerkmal „RSM“ (Regel-Saatgut-Mischung)
Diese RSM-Mischungen werden regelmäßig durch unabhängige Labore geprüft und basieren auf wissenschaftlich erprobten Sorten. Die jeweils aktuellen Empfehlungen finden sich in der jährlich erscheinenden FLL-Broschüre „Regel-Saatgut-Mischungen Rasen“.
Unser Tipp: Investieren Sie in hochwertiges Saatgut – das zahlt sich langfristig aus. Denn je robuster der Rasen, desto weniger Pflege und Nachsaat sind später nötig.
Rasenarten im Überblick – welche passt zu Ihrem Garten?
Ein schöner Rasen muss nicht immer gleich aussehen. Je nach Standort und Nutzung bieten sich unterschiedliche Rasenarten an – von der Blumenwiese bis zum englischen Zierrasen. Hier erfahren Sie, welche Variante am besten zu Ihrem Garten passt.
Zierrasen / Englischer Rasen
Der Zierrasen – oft auch als englischer Rasen bezeichnet – ist ein dichter,
sattgrüner Rasen mit besonders feinen Halmen. Er wirkt sehr gepflegt und
harmonisch, eignet sich aber weniger als Spiel- oder Liegefläche. Dieser Rasen
benötigt regelmäßige Pflege: Mähen sollten Sie alle sieben bis vierzehn Tage.
Für ein intensives Grün empfiehlt sich außerdem ein konstanter Pflegezyklus mit
Düngen, Bewässern, Vertikutieren und gelegentlichem Mulchen. Wer bereit ist,
diesen Aufwand zu investieren, wird mit einer wahren Zierde für den Garten
belohnt.
Schattenrasen
Schattenrasen eignet sich ideal für Flächen, die nicht dauerhaft von der Sonne
verwöhnt werden – also schattige oder halbschattige Lagen. Spezielle Rasensamen
sorgen dafür, dass der Rasen auch dort dicht und gleichmäßig wächst. Moos hat
auf diesen Flächen kaum eine Chance. Besonders wichtig: Lassen Sie die
Grashalme in schattigen Bereichen etwas länger stehen – fünf bis sechs
Zentimeter gelten hier als optimal. Gemäht wird wie gewohnt alle sieben bis
vierzehn Tage.
Blührasen / Blumenwiese
Wer es natürlich mag, setzt auf eine Blumenwiese – auch Blührasen genannt.
Diese Mischung aus Gras- und Blumensamen ist nicht nur pflegeleicht, sondern
verwandelt Ihren Garten auch in ein Paradies für Insekten. Damit sich die
Blüten gut entwickeln können, genügt es, den Rasen zwei- bis dreimal im Jahr zu
mähen. Gleichzeitig wird so das Wachstum von Unkraut unterdrückt.
Kräuterrasen
Ein Kräuterrasen verbindet dekorative Optik mit nützlichen Pflanzen: Neben
Gräsern wachsen hier verschiedene Kräuterarten wie Thymian oder Kamille. Die
Fläche wirkt naturnah und lebendig – und bleibt dabei pflegeleicht. Auch hier
sind zwei bis drei Mähvorgänge im Jahr ausreichend, um die Kräuter zu fördern
und Unkräuter zu unterdrücken.
Kleerasen
Kleerasen besteht aus einer Kombination von Rasensamen und Kleearten, wie etwa
Weiß- und Rotklee. Diese Pflanzen sind besonders robust und kommen mit wenig
Pflege aus. Dank der natürlichen Stickstoffbindung durch den Klee ist kaum
Düngung nötig. Einmal pro Woche mähen genügt, um die Fläche gesund und gepflegt
zu halten.
Landschaftsrasen
Für große Flächen eignet sich Landschaftsrasen, der aus langsam wachsenden
Rasensorten besteht. Er ist äußerst pflegeleicht und benötigt nur zwei bis drei
Mähdurchgänge im Jahr. Perfekt für Grundstücke, die vor allem begrünt und
weniger intensiv genutzt werden sollen.
Gebrauchsrasen / Spielrasen
Ein Gebrauchsrasen ist genau richtig für alle, die ihren Garten aktiv nutzen –
sei es zum Spielen, Toben oder für Gartenfeste. Die Samen wachsen schnell, der
Rasen ist belastbar und regeneriert sich gut. Regelmäßiges Mähen – etwa alle
sieben bis vierzehn Tage – sorgt für eine stabile Fläche. Wer mulcht, sollte
etwas häufiger mähen. Um den Rasen langfristig gesund zu halten, sind
Vertikutieren und Belüften empfehlenswert.
Rollrasen
Rollrasen ist die perfekte Lösung für alle, die schnell zu einem grünen
Ergebnis kommen möchten. Die Rasenbahnen werden fix und fertig angeliefert und
einfach auf der vorbereiteten Fläche ausgerollt. Sobald sich die Wurzeln mit
dem Boden verbunden haben, kann der Rasen ganz normal genutzt werden. Die
Pflege ist ähnlich wie beim Spielrasen: regelmäßiges Mähen sowie gelegentliches
Vertikutieren und Lüften fördern eine gleichmäßige Fläche.
Warum regelmäßiges Rasenmähen so wichtig ist
Ein ungepflegter Rasen wächst nicht einfach nur wild – er verkümmert. Ohne regelmäßiges Mähen nimmt das Wildkraut überhand und verdrängt nach und nach die gewünschten Rasengräser. Der Rasen verliert an Dichte, wird fleckig und wirkt schnell ungepflegt. Doch das lässt sich leicht verhindern: Durch regelmäßiges Rasenmähen fördern Sie gezielt das gesunde Wachstum der Grashalme. Denn anders als Unkraut, das den häufigen Schnitt schlecht verträgt und verkümmert, regt das Mähen bei Gräsern die Bildung neuer Triebe an. Die Rasenfläche wird dadurch dichter, widerstandsfähiger und bleibt in einem satten, frischen Grün.
Ein gepflegter Rasen ist nicht nur ein optischer Blickfang,
sondern auch robuster gegenüber Hitze, Trockenheit und Belastung. Der
Rasenmäher wird somit zu einem unverzichtbaren Partner für die Gartenpflege.
Wer regelmäßig mäht, sorgt aktiv für ein gesünderes, dichteres und insgesamt
schöneres Grün – das Herzstück eines jeden Gartens.
Die richtige Halmlänge: So bleibt Ihr Rasen gesund
Für einen rundum gepflegten und gesunden Rasen ist die richtige Schnitthöhe entscheidend. Ideal sind etwa vier Zentimeter Halmlänge nach dem Mähen – im Frühling und Sommer ist das die perfekte Höhe, damit die Gräser kräftig nachwachsen können. Bei Zierrasen darf es sogar etwas kürzer sein, rund drei Zentimeter. Im Herbst empfiehlt sich hingegen eine etwas höhere Schnittlänge von rund fünf Zentimetern, damit die Halme noch ausreichend Sonnenlicht aufnehmen und gestärkt in die Wintermonate gehen können. Vermeiden Sie unbedingt zu kurze Schnitte – diese schwächen den Rasen und können zu Trockenschäden oder kahlen Stellen führen.

Sobald Ihr Rasen etwa 7 bis 10 Zentimeter hoch gewachsen ist, wird es Zeit, zum Rasenmäher zu greifen. Welcher Mäher der richtige ist, hängt von der Fläche ab: Elektro-Rasenmäher eignen sich besonders gut für kleine Gärten, Akku-Rasenmäher sind ideal für mittelgroße Flächen, und bei größeren Gärten bieten Benzin-Rasenmäher die nötige Leistung und Ausdauer.
Besondere Aufmerksamkeit braucht der Rasen im Schatten
und bei starker Sommerhitze: In diesen Fällen sollten die Halme nicht zu
kurz geschnitten werden. Eine Schnitthöhe von 4,5 bis 5 Zentimetern ist
hier besser, denn längere Halme bieten dem Boden mehr Schatten, wodurch die
Feuchtigkeit besser gehalten wird. So verhindern Sie, dass der Rasen
austrocknet oder „verbrennt“ – gerade an heißen Tagen ein entscheidender
Vorteil für eine dauerhaft grüne Fläche.
Wie oft sollte man den Rasen mähen?
Die Häufigkeit des Mähens hängt vor allem vom Wachstum Ihres Rasens ab, das wiederum stark vom Saatgut und den Jahreszeiten beeinflusst wird. In der Wachstumsphase von Mai bis Ende Juni wächst das Gras am schnellsten – hier empfiehlt sich wöchentliches Mähen, um den Rasen dicht und gesund zu halten.
Im Hochsommer bis Herbst reicht es meistens, den Rasen alle 14 Tage zu schneiden. Besonders während heißer Perioden mit Temperaturen über 26 °C sollten Sie vorsichtig sein und den Rasen nicht zu kurz mähen. Ein zu kurzer Schnitt bei Hitze kann dazu führen, dass der Rasen verbrennt oder austrocknet. Stattdessen ist ein schonender Schnitt sinnvoll, der die Halme schützt.
Der letzte Rasenschnitt im Jahr findet idealerweise im Oktober statt, bevor der Rasen in die Ruhephase geht.
Im Winter sollten Sie den Rasen möglichst nicht betreten und auch nicht schneiden. Frost kann die Grashalme beschädigen und somit Fäulniserregern Tür und Tor öffnen.
Unsere Empfehlungen im Überblick:
- November bis März (Winter): Ruhezeit, kein Schnitt
- März/April bis Juni (Frühling): 3-4 Mal pro Monat (im Mai und Juni ggf. öfter)
- Juli bis September (Sommer): Alle 14 Tage (bei Hitze eher schonender Schnitt)
- Oktober bis November (Herbst): Alle 14 Tage
So bleibt Ihr Rasen das ganze Jahr über gesund, dicht und
grün.
Wann und wie sollte Gras richtig gekürzt werden?
Die Wachstumsgeschwindigkeit von Gras variiert je nach Sorte – einige wachsen schnell, andere langsamer. Grundsätzlich ist es sinnvoll, den Rasen zu kürzen, sobald die Halmlänge zwischen sieben und zehn Zentimetern liegt. Dabei fördert regelmäßiges Mähen ein dichtes und widerstandsfähiges Gras. Wichtig ist, dabei die sogenannte „1/3-Regel“ zu beachten: Schneiden Sie nie mehr als ein Drittel der Halmlänge ab. Wird zu viel abgeschnitten, gerät der Rasen unter Stress und wächst schlechter nach.
Das bedeutet: Lieber öfter mähen und nur wenig abschneiden, als selten mähen und dabei zu viel Gras entfernen. Haben Sie Ihren Rasen längere Zeit nicht gemäht – etwa nach einem Urlaub – dann empfiehlt es sich, den Schnitt in Etappen durchzuführen. Mähen Sie zunächst nur ein Drittel der Halmlänge und wiederholen Sie diesen Schritt einige Tage später, bis die ideale Rasenhöhe von circa vier Zentimetern erreicht ist.
Ein weiterer Tipp: Bewegen Sie sich während des Mähens stets
auf bereits geschnittenen Flächen. Tritt man auf ungemähte Halme, knicken diese
um und richten sich erst nach einiger Zeit wieder auf. Das erschwert einen
gleichmäßigen Schnitt, da die Messer des Mähers die abgeknickten Halme nicht
erfassen können. Für ein perfektes Schnittbild empfiehlt es sich daher, das
Mähen systematisch und in Bahnen auf gemähtem Boden durchzuführen.
Kein nasses Gras mähen und richtig mit Hitze umgehen
Mähen Sie Ihren Rasen nur, wenn er wirklich trocken ist. Nasses Gras verklebt den Fangkorb und die Schneidemesser des Rasenmähers, wodurch das Mähen erschwert wird und das Schnittbild unregelmäßig wird. Feuchtes Gras wird von den Messern schlecht erfasst und nur ungleichmäßig geschnitten, was zu unterschiedlich hohen Stellen führt. Wählen Sie deshalb für das Mähen am besten trockene Tage und vermeiden Sie es, direkt nach Regen zu mähen. Ideal ist der Nachmittag, denn morgens und vormittags ist das Gras oft noch zu feucht. Am Mittag hingegen besteht die Gefahr, dass der frisch gemähte Rasen bei starker Hitze zu schnell austrocknet.
Gerade in Hitzeperioden, wenn die Temperaturen etwa 26 °C
oder mehr erreichen, wächst das Gras nur langsam. Schneiden Sie den Rasen
deshalb nicht zu kurz, denn kurze Halme verbrennen schnell in der Sonne. Ein
Schonschnitt mit etwas längeren Halmen von etwa 5 bis 10 Millimetern ist dann
ratsam. Diese längeren Halme werfen durch ihren eigenen Schatten Schutz auf den
Boden und verhindern ein zu schnelles Austrocknen. So bleibt Ihr Rasen auch bei
großer Hitze gesund und grün.
Rasen richtig wässern – so bleibt Ihr Grün gesund
Ein gesunder Rasen braucht neben Nährstoffen, Licht und Wärme vor allem regelmäßige Bewässerung. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten: Regen sorgt natürlich für die natürliche Versorgung, sodass Gießen je nach Niederschlagsmenge nicht immer nötig ist. Für kleine Flächen kann man mit der Gießkanne arbeiten, was allerdings sehr zeitaufwändig ist. Effizienter sind Gartensprinkler oder automatische Sprinkleranlagen, die den Rasen schnell und zeitsparend bewässern – oft sogar mit Programmierung für optimale Wassergaben. Auch ein Gartenschlauch mit Spritzdüse ermöglicht eine gut kontrollierte, manuelle Bewässerung. Bewässerungsautomaten wiederum steuern die Wassergabe exakt nach Bedarf.
Gerade in heißen Sommermonaten ist es wichtig, den Rasen regelmäßig zu wässern – am besten in den kühleren Abendstunden. Wird tagsüber oder in der prallen Mittagssonne gegossen, kann das Wasser an den Halmen wie ein Brennglas wirken und diese verbrennen lassen, was sich durch gelbe Flecken zeigt. Außerdem verdunstet Wasser bei starker Sonneneinstrahlung viel schneller, sodass die Bewässerung weniger effektiv ist. Wichtig ist zudem, den Boden nicht nur oberflächlich zu befeuchten, sondern so gründlich zu wässern, dass auch die tieferen Bodenschichten und Wurzeln erreicht werden.
Neben der Bewässerung ist auch das Düngen eine wichtige
Grundlage für einen vitalen Rasen. Idealerweise erfolgt die Düngung im Frühjahr
und Sommer, bei Bedarf auch im Herbst. Erste Anzeichen für Nährstoffmangel sind
gelbe Halme oder Pilzbefall. Nach dem Düngen sollte der Rasen gut gewässert
werden, damit die Nährstoffe besser in den Boden gelangen. Als
umweltfreundliche Alternative zu chemischen Düngern bietet sich das Mulchen an.
Abgeschnittenes Gras entfernen oder Mulchen – was ist
besser?
Wenn das abgeschnittene Gras auf dem Rasen liegen bleibt, kann es Licht und Sauerstoff blockieren, was das Wachstum behindert. Deshalb empfiehlt es sich, den Rasenschnitt mit einem Rechen zusammenzuharken. Erleichtern können Sie sich die Arbeit mit einem Rasenmäher, der über einen Auffangkorb verfügt. So sammelt sich das Schnittgut im Behälter und kann bequem entleert werden.
Eine umweltfreundliche Alternative ist das Mulchen. Dabei wird das Schnittgut auf der Rasenfläche liegen gelassen und zerkleinert – das sorgt für einen natürlichen Nährstoffkreislauf. Mulchen ist mit allen IKRA Rasenmähern möglich, die mit einem Mulch-Kit ausgestattet sind. Dieses Kit verschließt die Auswurföffnung am Heck, sodass das Gras nicht ausgeworfen, sondern mehrfach durch die rotierenden Messer zerkleinert wird. Das feine Mulchmaterial verteilt sich zwischen den Grashalmen, zersetzt sich dort und versorgt den Rasen mit wertvollen Nährstoffen. So bleiben die durch das Wachstum entzogenen Nährstoffe im Boden und fördern einen gesunden Rasen.
Ein weiterer Vorteil des Mulchens ist, dass die feine
Mulchschicht die Verdunstung von Wasser reduziert. Gerade in heißen
Sommermonaten wie Juli und August schützt sie den Boden vor schnellem
Austrocknen, sodass Sie weniger gießen müssen.
Vorteile des Mulchens auf einen Blick:
- Ausbalancierte Nährstoffzufuhr für den Rasen
- Einsparung von chemischem Dünger möglich
- Keine Über- oder Unterdüngung
- Gesunder, nicht ausgelaugter Boden
- Verhindert Austrocknung in heißen Sommermonaten
- Weniger Wasserverdunstung – weniger Gießen nötig
- Kein Entsorgungsaufwand für Rasenschnitt-Müll: spart Geld und Platz
- Zeitersparnis, da der Fangkorb nicht geleert werden muss
- Mulchdecke lässt Luft zirkulieren und Wasser gut versickern
- Weniger Moosbildung
Mulchen ist eine ökologische und praktische Methode, die den
Rasen pflegt und gleichzeitig den Pflegeaufwand reduziert.
Schnittbreite voll ausschöpfen
Für ein gleichmäßiges und sauberes Schnittbild nutzen Sie die volle
Schnittbreite Ihres Rasenmähers aus. Das macht die Arbeit nicht nur schneller,
sondern sorgt auch für ein professionelles Ergebnis. Gerade bei größeren
Rasenflächen empfiehlt sich ein Rasenmäher mit großer Schnittbreite, wie zum
Beispiel der Akku Rasenmäher IKRA BOSCH IB-LM 43 mit 43 cm Schnittbreite. Um
gerade Bahnen zu mähen, orientieren Sie sich am besten an der zuvor gemähten
Fahrspur.
Schützen und schärfen Sie die Messer
Die Messer Ihres Rasenmähers sollten stets scharf sein, um einen sauberen Schnitt zu gewährleisten. Stumpfe Messer reißen das Gras aus und lassen die Halme ausgefranst, was schnell zu gelben oder braunen Spitzen führt – das sieht unschön aus und schwächt den Rasen. Scharfe Messer schneiden das Gras präzise, sodass die Spitzen gesund und saftig grün nachwachsen. Um die Messer zu schonen und ihre Lebensdauer zu verlängern, räumen Sie vor dem Mähen Zweige, Äste und Blätter aus dem Weg.
Rasentrimmer für Rasenkanten
Ein Rasentrimmer kommt dort zum Einsatz, wo der Rasenmäher nicht hinkommt – etwa an überhängenden Büschen, Brunnen, Mauern, Zäunen oder Beeten. Diese Kanten und Ecken sind für den Rasenmäher oft unerreichbar, genauso wie unter Bänken oder niedrigen Bäumen. Mit seinem flexiblen Faden- oder Nylonmesser Schneidsystem schneidet der Rasentrimmer das Gras dicht am Objekt, ohne es zu beschädigen. Es gibt ihn als Elektro-, oder Akkumodell. Ohne Rasentrimmer müssten Sie das Gras mühsam per Hand mit der Schere kürzen. So sorgt er für ein sauberes, gleichmäßiges Schnittbild – und das ohne lästiges Bücken. Die perfekte Ergänzung zum Rasenmäher!
Gras- und Buschschere – Präzise Kantenpflege leicht gemacht
Für ein besonders sauberes und gepflegtes Rasenkantenbild ist die Grasschere das ideale Werkzeug. Sie ermöglicht exaktes Schneiden an Stellen, die weder Rasenmäher noch Rasentrimmer perfekt erreichen – zum Beispiel an Mauern, entlang von Beeten oder um Sträucher herum. Mit ihrer scharfen und meist gegenläufigen Messertechnologie sorgt die Grasschere für saubere Schnitte ohne das Gras oder die Pflanzen auszureißen oder zu quetschen. So bleiben die Kanten schön definiert und der Garten wirkt insgesamt ordentlicher und gepflegter. Außerdem ist sie durch ihr handliches und ergonomisches Design auch für längere Einsätze komfortabel zu bedienen.
Vertikutierer & Rasenlüfter
Vertikutierer und Rasenlüfter sind wichtige Helfer für einen gesunden Rasen. Nach dem ersten Rasenschnitt im Frühling lockert das Vertikutieren die Grasnarbe auf, entfernt Moos und andere Verfilzungen. So kann der Rasen besser „atmen“ und kräftiger wachsen.
Warum sollte man vertikutieren?
Ein stark verfilzter Rasen wird anfällig für Krankheiten. Zu viel Moos und Filz blockieren den Boden, sodass Regenwasser nicht mehr richtig versickern kann und die Graswurzeln nicht ausreichend mit Wasser versorgt werden. Dadurch entsteht Staunässe, die den Rasen „ertrinken“ lässt. Zudem bieten Moose und Pilze ideale Bedingungen, um sich auszubreiten, was den Rasen weiter schwächt und nach und nach zum Absterben führt.Das Vertikutieren entfernt Moose, Pilze und Filz effektiv, sodass Sauerstoff und Wasser wieder ungehindert zu den Graswurzeln gelangen können. So entziehen Sie Moosen und Pilzen die Lebensgrundlage und fördern einen gesunden, kräftigen Rasen.
Wann sollte man vertikutieren?
Der beste Zeitpunkt für das erste Vertikutieren ist im Frühjahr, idealerweise nach dem ersten Rasenschnitt Ende März oder Anfang April, wenn die Saison beginnt. Das Vertikutieren stärkt die Wurzeln und fördert das Wachstum, indem es Moos und Verfilzungen entfernt.Ein zweiter Termin im Herbst (Oktober/November) ist ebenfalls sinnvoll, besonders wenn es im Herbst feucht war und sich Moose und Pilze angesiedelt haben.
Im Sommer sollte man dagegen nicht vertikutieren, da der Rasen in dieser Zeit besonders empfindlich ist.
Rasenlüften – das sanftere Mittel nach jedem Mähen
Rasenlüften (Aerifizieren) kann regelmäßig nach jedem Mähen angewandt werden. Die Stahlfederzinken des Rasenlüfters entfernen Grasschnitt und andere Rückstände zwischen den Grashalmen. So bekommt der Rasen mehr Luft zum Atmen und Wasser kann besser in den Boden eindringen.Rasenlüften ersetzt jedoch nicht das Vertikutieren, denn es entfernt keine tief verwurzelten Moose und Unkräuter.
Zusammenfassung der besten Pflegezeiten:
- Mitte März / April (Frühjahr): Erstes Vertikutieren zum Saisonstart
- Frühling / Sommer / Herbst: Rasenlüften optional nach jedem Mähen
- Oktober / November (Herbst): Vertikutieren zum Saisonende
- Winter:
Kein Vertikutieren oder Rasenlüften
Braucht es an moosreichen Stellen eine Rasen-Erneuerung?
Manchmal reicht Vertikutieren nicht aus, und eine Nachsaat oder sogar eine komplette Rasen-Erneuerung ist sinnvoll. Tipps zur optimalen Nachsaat und weiteren Pflegemaßnahmen finden Sie in unseren ausführlichen Hinweisen rund um Rasenmähen und Rasenpflege.
Rasenmäher nicht als Häcksler verwenden
Bitte verwenden Sie Ihren Rasenmäher nicht zum Zerkleinern von Hecken- oder Baumabschnitten. Dafür sind spezielle Gartenhäcksler und Leisewalzenhäcksler von IKRA die richtige Wahl. Ob Messerhäcksler oder Walzenhäcksler – diese Geräte sind speziell dafür entwickelt, Äste und Zweige effektiv zu häckseln.
Der Rasenmäher hingegen – wie der Name schon sagt – ist ausschließlich für das Mähen von Rasenflächen gedacht und nicht für grobes Schnittgut geeignet.
Rasenkrankheiten – Worauf Sie achten sollten
Auch ein Rasen kann krank werden und verschiedene Symptome aufzeigen.
Hier die wichtigsten Erkrankungen im Überblick:
- Rotspitzigkeit
Fadenartiger roter Pilzbefall an den Grashalmspitzen, der vor allem bei längeren, feuchtwarmen Wetterlagen und Nährstoffmangel entsteht. Düngen und Nährstoffgabe helfen dem Rasen. - Rost
/ Rasenrost
Gelbe oder braune Grashalme entstehen durch Nährstoffmangel bei längeren warmen Perioden. Regelmäßiges Mähen, Düngen (Mulchen) und Wässern fördern die Gesundheit. - Schneeschimmel
Faulige, braune Flecken bei kühlen Temperaturen und nassen Böden, oft unter der Schneedecke. Vertikutieren im Herbst und Herbstdüngung beugen vor. - Dollarflecken
Münzgroße trockene Stellen, verursacht durch hohe Temperaturen, Bodentrockenheit oder Nährstoffmangel, oft bei zu kurz geschnittenem Rasen. Vertikutieren und Rasenlüften helfen. - Blattflecken
Hellbraune oder weiße Flecken an den Grashalmen, besonders bei starker Feuchtigkeit, Lichtmangel und kurz geschnittenem Gras. Regelmäßiges Vertikutieren und Lüften sind wichtig. - Wurzelfäule
Zerstörung der Wurzeln, Gras lässt sich leicht herausziehen, Rasen wird braun und stirbt ab. Häufig durch Staunässe verursacht. Vertikutieren, Lüften und kontrolliertes Wässern helfen. - Schleimpilze
Bilden schleimige Neststrukturen an Grashalmen bei feuchtwarmen Sommerbedingungen. Vorbeugung durch Vertikutieren und regelmäßiges Lüften. - Hutpilze
Nutzen liegengebliebenen Rasenfilz als Nahrung, gedeihen bei zu viel Feuchtigkeit. Vorbeugung durch regelmäßiges Mähen, Vertikutieren und Herbstdüngung. - Hexenringe
Ausbreitung von Hutpilzen durch Vernachlässigung der Rasenpflege. Regelmäßiges Mähen und Vertikutieren verhindern Schäden. - Mehltau
Weiß-grauer Pilzbefall an Grashalmen, verursacht durch zu feuchtwarmes Wetter und zu hoch gewachsenen Rasen. Regelmäßiges Mähen und selteneres Wässern wirken dagegen.
Möchten Sie Ihren Rasen mit den passenden Geräten optimal pflegen? Entdecken Sie jetzt unsere IKRA Rasenmäher und ergänzen Sie Ihr Gartensortiment mit leistungsstarken und benutzerfreundlichen Helfern. Für ein rundum gepflegtes Grün und mehr Freude an der Gartenarbeit – einfach, effizient und nachhaltig.










