29.04.21

Obstbaumschnitt

Zuletzt aktualisiert am: 08. August 2025

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Große Früchte, reiche Ausbeute - Wie man einen Obstbaum richtig schneidet

Ein regelmäßiger Obstbaumschnitt fördert die Gesundheit und Lebenskraft Ihrer Obstbäume, Beerensträucher und Kletterpflanzen. Er beugt Krankheiten vor und sorgt für eine reiche Ernte. Auch wenn Sie als Hobbygärtner beim ersten Schnitt etwas unsicher sind: Keine Sorge, ein kleiner Fehlschnitt schadet dem Baum selten. Mit der richtigen Technik steigern Sie die Fruchtqualität und machen Ihre Bäume fit für eine prächtige Ernte

Der Obstbaumschnitt wirkt wie eine Verjüngungskur: Er formt das Astwerk, sorgt für mehr Licht und Luft in der Baumkrone und fördert so die Blüten- und Fruchtbildung. Dies führt zu größeren, gesünderen Früchten und einer reicheren Ausbeute. Egal, ob Apfelbaum, Beerenstrauch oder Kletterpflanze – ein gezielter Schnitt hält Ihre Pflanzen vital und verhindert Verholzung, sodass Sie langfristig Freude an Ihrem Garten haben.

Wenn Sie neu in der Obstbaumpflege sind, starten Sie mit einfachen Schritten: Entfernen Sie abgestorbene oder kranke Äste, um die Gesundheit zu fördern, und achten Sie darauf, die Krone lichtdurchlässig zu halten. Für präzise Schnitte empfehlen wir hochwertige Gartengeräte, die sich auch für Beerensträucher eignen. Mit etwas Übung wird der Obstbaumschnitt zur Routine, und Sie genießen eine gesunde, ertragreiche Obsternte Jahr für Jahr.

Entfernen Sie abgestorbene Äste und Zweige mit dem Hochentaster

Das Entfernen von abgestorbenen Ästen in hohen Obstbäumen kann eine Herausforderung sein. Anstelle einer unsicheren Leiter empfehlen wir eine Teleskop-Kettensäge, auch Hochentaster genannt. Mit diesem Gerät erreichen Sie Äste bis zu 4 Metern Höhe bequem vom Boden aus. So arbeiten Sie sicher und effizient, ohne Ihr Gleichgewicht zu riskieren, und halten Ihre Obstbäume gesund und gepflegt.

Dank leichter Materialien wie Aluminium und Fiberglas wiegen moderne Hochentaster nur wenig, was Arme und Rücken schont. Dies macht die Arbeit kräfteschonend und ermöglicht längeres, komfortables Schneiden ohne Ermüdung. Mit einem Hochentaster entfernen Sie abgestorbene Äste und Zweige mühelos, während die ergonomische Bauweise Ihre Gartenarbeit erleichtert. Für präzise Ergebnisse sorgt die hohe Schnittleistung, ideal für Obstbäume jeder Größe.

Für kleinere Äste, Zweige oder das Einkürzen von Trieben sind Baumscheren und Baumsägen die perfekte Ergänzung zum Hochentaster. Kombinieren Sie diese Werkzeuge, um Ihre Obstbäume optimal zu pflegen. Mit der richtigen Ausrüstung wird der Baumschnitt zum Kinderspiel, und Sie genießen gesunde Bäume mit reicher Ernte Jahr für Jahr.

Eine Frau arbeitet mit dem Akku Hochentaster ICPS 2020 und setzt ihn an einem hohen Ast an.

Baumschnitt: Schneiden Sie immer auf Astring

Achten Sie darauf, dass Äste auf Astring geschnitten werden. Der Astring sitzt direkt zwischen Astanfang und Baumstamm. Er sieht wulstig aus und ist meist deutlich erkennbar. Sägen Sie den Ast am Baumring, sodass die Schnittstelle gut verheilen kann. Nur wenn die Äste einwandfrei abgesägt werden kann die „Wundstelle“ am Baum optimal verheilen. Schneiden Sie auch nicht zu dicht am Stamm, da sonst der Astring zerstört wird. Der Astring ist wichtig für den Heilungsprozess an der „Wundstelle“. Ohne Astring kann die Schnittstelle nicht verheilen. Lassen Sie keine „Huthaken“ oder „Kleiderhaken“ beim Absägen stehen. Ist der Aststummel zu groß, so kann er nicht verheilen, bzw. zuwachsen. Diese Stummel bürgen die Gefahr abzusterben. Pilze und Bakterien können so eindringen und dem gesunden Baum schaden. Sägen Sie den Ast nie gleich komplett ab. Schneiden Sie zunächst bis zur Astmitte, dann kürzen Sie ihn weiter bis zum Astring. Würden Sie den Ast sofort direkt am Astring schneiden, könnte das Gewicht des herunterfallenden Astes den Astring verletzten – der Ast könnte so den Astring ausreißen. Das soll nicht passieren, da dieser wichtig für die Wundheilung am Stamm ist. Mit der Hochkettensäge können Sie dies gut steuern. Durch ihr geringes Gewicht und den Teleskopstab können Sie die Schnitte gut und präzise ausführen.

Nahaufnahme des Elektro Hochentasters IEAS 750 an einem Ast.

Verwenden Sie scharfe Sägen und Messer

Verwenden Sie stets scharfe Kettensägen und Messer, um Ihre Obstbäume optimal zu pflegen. Stumpfe Werkzeuge fransen das Holz aus, was zu unsauberen Schnitten führt und die Wundheilung des Baums erschwert. Nur mit scharfen Sägeblättern erzielen Sie glatte Wundränder, die schnell und sauber verheilen. Für Wunden größer als zwei Zentimeter empfiehlt sich das Versiegeln mit Baumwachs, um den Baum vor Krankheiten zu schützen. Mit hochwertigen, scharfen Geräten, wie den Teleskop-Kettensägen, gelingen Ihnen präzise Schnitte mühelos.

Weg mit nach innen wachsenden Zweigen und Wasserschossen

Äste und Zweige, die nach innen wachsen, sich kreuzen oder aneinander reiben, schneiden Sie ab. Auch „Wasserschosse“ bzw. Wassertriebe, die senkrecht nach oben wachsen und meist kaum Früchte tragen, können entfernt werden. Sie verdichten die Krone und nehmen den anderen Ästen das Licht. Kürzen Sie nicht zu sehr die Baumhöhe oder die Kronenform. Wird an der Krone zuviel geschnitten so treibt der Obstbaum an „schlafenden Knospen“ wieder aus um das Verhältnis Krone zu Wurzeln wieder auszugleichen. Der Baum sorgt also dadurch für sein eigenes Gleichgewicht zwischen Wurzeln und Krone. Der Baum versucht die Verluste, wenn zu viel abgeschnitten wurde, wieder auszugleichen. Schneiden Sie also zu viel ab reagiert der Obstbaum mit vielen weiteren senkrechten Wassertrieben.

Winter- oder Sommerschnitt?

Kern-, Stein- und Beerenobst: Januar bis März
Kern-, Stein- und Beerenobst werden in der Regel von Januar bis Mitte März – aber nicht bei Temperaturen unter -5 °C geschnitten. Die Temperaturen sollten beim Obstbaumschnitt nicht unter -5 °C liegen, denn Frost macht das Holz brüchig und Schnittwunden verheilen nur langsam. Der große Vorteil in dieser Zeit zu schneiden ist natürlich weil man die Äste bestens erkennen kann weil der Obstbaum zu dieser Jahreszeit keine Blätter trägt. Spätestens wenn die Bäume anfangen zu blühen, sollten Sie keine Säge mehr ansetzen.

Pfirsichbäume: April bis Mai
Pfirsichbäume bilden eine Ausnahme, denn ihr Schnitt erfolgt im April oder Mai während der Blüte, weshalb Sie beim Baumschnitt verstärkt auf Blütenknospen achten müssen.

Süßkirschen: nach oder während Ernte
Eine weitere Ausnahme sind Süßkirschen, die direkt nach oder sogar noch zur Ernte geschnitten werden sollten.

Jungbäume, Spaliere oder Spindel: Juli bis August
Der Obstbaumschnitt von Jungbäumen, Spalieren oder Spindeln findet ebenfalls im Sommer, meist von Juli bis Mitte August, statt. Die Vorteile des Sommerschnitts liegen darin, dass die Wundheilung zu der Zeit besser ist, Blütenknospen gefördert werden und das Wachstum bei Bäumen mit vielen Trieben abgeschwächt wird.

Walnuss und Kiwi: August bis September
Ein Baumschnitt von Walnuss und Kiwi darf nur im belaubten Zustand erfolgen. Am besten sind die Monate August und September geeignet. Die Bäume haben einen starken Wurzeldruck, weshalb die Wunden bei einem Rückschnitt im Frühjahr tagelang bluten können.

Eine Frau arbeitet mit dem Akku Hochentaster ICPS 2020 und setzt ihn an einem hohen Ast an.

Nach dem Obstbaumschnitt: Kettensäge reinigen

Damit Ihre Kettensäge oder Ihr Hochentaster lange zuverlässig funktionieren, ist eine regelmäßige Reinigung entscheidend. Besonders nach dem Obstbaumschnitt sammeln sich Harz und Sägespäne im Gerät, die die Leistung beeinträchtigen können. Eine schnelle Reinigung nach jedem Einsatz verlängert die Lebensdauer Ihres Geräts erheblich und spart Ihnen langfristig Zeit und Geld.

Die gute Nachricht: Die Reinigung Ihrer Motorsäge ist einfacher und schneller, als Sie vielleicht denken, besonders, wenn Sie sie routinemäßig nach jedem Gebrauch durchführen.

  1. Oberflächliche Verschmutzungen entfernen: Für Staub und Sägespäne reichen Druckluft oder ein einfacher Pinsel. Das ist der erste Schritt, um grobe Rückstände zu beseitigen.

  2. Hartnäckigen Harz entfernen: Nach dem Astbeschnitt können sich Harzrückstände festsetzen. Hier kommen Spezialreiniger ins Spiel. Ein Motorsägenreiniger oder ein Multifunktionsspray (ideal als Harz- und Ölentferner) wirken Wunder und lösen selbst hartnäckige Ablagerungen.

  3. Das Kettenrad nicht vergessen! Viele reinigen nur Kette und Sägeschwert. Doch das Kettenrad im Inneren ist ebenfalls ein wichtiger Schmutzfänger. Öffnen Sie die Abdeckung des Antriebsritzels und prüfen Sie auch das Innere Ihrer Kettensäge auf Verschmutzungen. Eine regelmäßige Reinigung an dieser Stelle sichert die optimale Funktion des Antriebs.
Denken Sie auch an die richtige Lagerung Ihrer Kettensäge. Nutzen Sie unbedingt den Schwertschutz (Schutzköcher). Dieser bietet doppelten Schutz: Er bewahrt Sie vor Verletzungen beim Lagern und Transportieren der Säge und schützt gleichzeitig das Gerät effektiv vor Schmutzablagerungen während der Standzeit.

Nahaufnahme des Elektro Hochentasters IEAS 750