Winterdienst: Schnee räumen

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Schneeräumpflicht und Winterpflichten

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Schneeräumpflicht und Winterdienst in Deutschland

Die Schneeräumpflicht von öffentlichen Gehwegen wird vom Gesetzgeber in Deutschland auf den Grundstückseigentümer und private Anleger übertragen. Eigentümer von Wohneigentum räumen die Gehwege entweder selbst oder lassen dies von einem Räumdienst (Dienstleister) erledigen. Am häufigsten übertragen Hausbesitzer aber ihre Räumpflicht durch den Mietvertrag auf die Mieter des Wohnhauses.

Kommt der Grundstückeigentümer seiner Räumpflicht nicht nach und es passiert einem Passanten vor dem Wohneigentum etwas, beispielsweise rutscht dieser aus und bricht sich einen Arm oder ein Bein, so haftet der Hauseigentümer für den entstandenen Schaden, da er seiner Schneeräumpflicht nicht nachgekommen ist. Diese zivilrechtliche Haftung wird im BGB (bürgerliches Gesetzbuch) geregelt: §823 Schadensersatzpflicht

Die Zeiten für die Schneeräumung sind in der Bundesrepublik Deutschland von Region zu Region, von Bundesland zu Bundesland, unterschiedlich geregelt. In aller Regel kann man aber von folgenden Zeiten zur Schneeräumpflicht ausgehen:

  • Werktags (MO -SA): 07:00 - 20:00 Uhr
  • Sonntag & Feiertag: 09:00 - 20:00 Uhr

Fällt also während diesen Zeiten der Schneeräumpflicht Schnee, der auf Gehwegen und Bordsteinen liegen bleibt so ist der Hauseigentümer verpflichtet diesen zu räumen - entweder persönlich, durch einen beauftragten Räumdienst oder durch die Mieter der Wohnungen. Fällt nun mehrmals am Tag Schnee, der liegen bleibt, so muss auch mehrmals am Tag geräumt werden.

Häufig greift man bei Schneefall noch zum guten alten Hand Schneeschieber. Das Schneeschieben mit der klassischen und weit verbreiteten Schneeschaufel ist umständlich, anstrengend und kräftezehrend. Räumen Sie Wege und Gehsteige nicht mehr mühsam per Hand. Die bessere Alternative ist eine akkubetriebene Schneefräse. Diese ist netzunabhängig und deutlich kräfteschonender. Durch den Akkubetrieb haben Sie in der Bewegungsfreiheit keine Nachteile. Wichtig ist auch der Zeitfaktor - mit einer Schneefräse räumen Sie verschneite Flächen deutlich schneller und effizienter.

Außerhalb der Räumzeiten, also abends und nachts von 20:00 Uhr bis 07:00 Uhr (sonn- und feiertags bis 09:00 Uhr) können Fußgänger nicht darauf vertrauen, dass bei Schneefall zu später Stunde der Gehweg auch geräumt ist. Zu diesen Zeiten muss man sich vorsichtig auf dem Gehweg bewegen. Bei Stürzen und Ausrutschen zu diesen Zeiten ist der Hauseigentümer nicht haftbar.

Die nützliche Schneefräse können Sie laut Lärmschutzverordnung werktags von 7 bis 20 Uhr nutzen. (Montag bis Samstag)

Bei der Schneeräumung muss beachtet werden, dass die von Schnee befreite Fläche von 2 Personen gefahrlos begehbar ist. Sie sollten ohne Probleme aneinander vorbei gehen können. So ergibt sich eine Räumbreite von ca. 1,20 - 1,50 Metern.

Schilder wie "Betreten des Gehwegs, bzw. Bürgersteigs auf eigene Gefahr bei Schnee" oder "Hier wird nicht geräumt oder gestreut" entbindet den Hausbesitzer auf gar keinen Fall von seinen Räumpflichten. Auch mit einem solchen "Warnhinweis" haftet er bei Stürzen von Passanten vor seinem Haus auf dem Bürgersteig.

Ist man als Räumpflichtiger nicht in der Lage Schnee zu räumen, beispielsweise durch Berufstätigkeit oder Krankheit, so hat man für Ersatz zu sorgen, beispielsweise durch den Nachbarn. Kommt dieser dann mit der Schneeschaufel an, so leihen Sie ihm Ihre motorisierte Schneefräse, um ihm Zeit und Mühe zu ersparen. Sicher ist dieser schnell überzeugt von dem Schneeräumgerät. Erklären Sie ihm ggf. schon deutlich vor dem Schneefall wie die Funktionsweise des Gerätes ist, falls schon absehbar ist, dass er Sie in der Räumpflicht vertreten oder unterstützen muss.

Ich bin krank - ich kann nicht Schnee räumen

Krankheit entbindet Sie nicht vom Schneeräumen - Sie müssen für Ersatz sorgen, beispielsweise Ihr Nachbar, Freunde, andere Hausbewohner, oder Familienangehörige

Ich bin in Urlaub - ich kann nicht Schnee schippen

Abwesenheit durch Urlaub entbindet Sie nicht vom Schneeschippen - Sie müssen für Ersatz sorgen, beispielsweise Ihr Nachbar, Freunde oder Familienangehörige

Ich muss arbeiten, bin berufstätig - ich habe keine Zeit zum Schnee weg machen

Sie sind im Büro oder auf Arbeit? Berufstätigkeit entbindet Sie nicht vom Schnee weg machen auf Gehsteigen und Bürgersteigen - Sie müssen für entsprechenden Ersatz sorgen, beispielsweise Ihr Nachbar, Freunde oder Familienangehörige

Interessanter Artikel über den Winterräumdienst: Irrtümer über den Winterdienst

Der Gehweg und der Weg zum Haus muss auch bei extremen Eisverhältnissen gefahrenlos, ohne Rutschgefahr, begehbar sein. Da die motorisierte Schneefräse nicht für die Entfernung von Eisflächen geeignet bzw. empfohlen ist, sollte man mit der Fräse zunächst den oberflächlichen Schnee entfernen und anschließend die darunter liegende Eisschicht beispielsweise mit Salz oder Sand streuen. Achten Sie bei der Arbeit mit der Schneefräse auf rutschige, freigelegte Eisflächen unter der Schneeschicht. Streugut im Winter (Winterstreu) können beispielsweise Streusand oder Streugranulate sein. Ist nicht mit weiterem Neuschnee zu rechnen muss Streugut wieder von Wegen und Trottoirs entfernt werden.

Wie es mit der Schneeräumung in Österreich aussieht finden Sie ausführlich bei Wikipedia (Winterdienst in Österreich).

Schneeräumen Schneefräse

Kleine Schneekunde - Schneebezeichnungen (Schneelexikon)

  • Neuschnee
    frisch gefallener Schnee, Schneekristallform klar erkennbar (beste Schneeart zur Bearbeitung mit der Schneefräse)

  • Wildschnee
    sehr feine Schneekristalle bei sehr kalter Witterung und absoluter Windstille rieselnder Schnee, sehr lockerer Neuschnee (beste Schneeart zur Bearbeitung mit der Schneefräse)

  • Altschnee
    seit mindestens drei Tagen liegender Schnee, Schneedichte erhöht sich, Kristalle nicht mehr erkennbar

  • Firnschnee
    Schnee der auch nach einem Jahr noch liegt (z.B. höhere Lagen in den Alpen), besitzt eine besonders hohe Dichte

  • Gletschereisschnee
    weiter verdichteter Firnschnee

  • Pulverschnee
    trockener Schnee, welcher auch unter Druck nicht zusammenklebt (beste Schneeart zur Bearbeitung mit der Schneefräse)

  • Filzschnee
    verdichteter, leicht feuchter Schnee (beste Schneeart zur Bearbeitung mit der Schneefräse)

  • Feuchtschnee (Pappschnee, Sulzschnee)
    schwerer und nasser Schnee, welcher unter Druck zusammenklebt

  • Nassschnee
    schwerer und stark durchnässter Schnee, klebt unter Druck zusammen und Wasser kommt bei Druck heraus

  • Schwimmschnee (Tiefenreif)
    Veränderung der Schneebeschaffenheit in der Schneedecke, große Temperaturunterschiede fördern das Entstehen von Schwimmschnee, Schneedecken können bei Belastung abrutschen (Lawinengefahr) oder man sackt als Fußgänger / Skifahrer in die Schneedecke

  • Schneematsch (Faulschnee)
    Wasser- und Schneebrockengemisch, welche keinen Zusammenhalt mehr haben, z.B. bei Temperaturänderungen, Schneeschmelze

  • Kunstschnee (technischer Schnee)
    künstlich erzeugter Schnee durch Schneekanonen, z.B. in Skigebieten, wo während der Saison kaum oder nur wenig Schnee fällt

  • Triebschnee (Schneeverwehungen)
    durch Wind bedingte Schneeansammlung, deutlich höher in der Schneehöhe als die eigentliche Niederschlagsmenge der Umgebung

  • Windharsch
    Durch starken und feuchten Wind gepresste und verhärtete Schneeoberfläche, Oberfläche von Schnee wird hart, eine Kruste entsteht auf dem Schnee, der Schnee unter der Kruste bleibt pulverartig

  • Bruchharsch
    Schnee der an der Oberfläche der Schneedecke durch Temperaturänderungen kurzzeitig schmilzt und dann wieder gefriert

  • Eislamelle
    dünne Eisschicht an der Oberfläche des Schnees

  • Graupel / Schneegriesel
    Schnee in Form von kleinen gefrorenen und verklumpten Wassertröpfchen / kleines weiches Hagelkorn

  • Blutschnee
    rötlich gefärbter Schnee, Ursache: Einwirkung von Algen oder Niedergang von rotem Staub aus Wüstensand

Schnee kann eine Dichte von 30 kg/m³ (Neuschnee) bis ca. 900 kg/m³ (Eis) haben. Neuschnee lässt sich bestens mit der Schneefräse entfernen. Die Entfernung von Altschnee und Eis wird mit dem Gerät nicht empfohlen. Weitere Details zu trockenem und lockeren Neuschnee, gebundenem Neuschnee, trockenem Altschnee, feuchtnassem Altschnee, Schwimmschnee, mehrjährigem Firn und Eis finden Sie bei Wikipedia (Schnee nach Dichte).

Tipps bei der Arbeit mit Schneefräsen

Vor der Arbeit mit der Fräse

  • Kontrollieren Sie den zu räumenden Bereich und entfernen Sie alle Gegenstände, die von der motorisierten Schneefräse erfasst und ausgeworfen werden könnten. (z.B. Steine)
  • Nie auf Schotterflächen oder Kieswegen einsetzen.
  • Überprüfen Sie die Förderschnecke regelmäßig auf Verschleiß.
  • Bei extremen Temperaturunterschieden lassen Sie die Schneefräse kurze Zeit an die Umgebungstemperatur anpassen, bevor Sie beginnen Schnee zu räumen.

Während der Arbeit mit der Fräse

  • Betreiben Sie das Gerät niemals in geschlossenen Räumen, sondern immer nur im Freien.
  • Schutzkleidung: Handschuhe, Augenschutz, fest sitzende Winterkleidung und feste Schuhe mit Profilsohlen
  • Rennen Sie nicht mit der Schneefräse: Rutschgefahr beachten
  • Halten Sie Personen, insbesondere Kinder und Haustiere, vom Gerät fern.
  • Richten Sie die Maschine nie auf andere Personen.
  • Gefälle: Richten Sie die Schneefräse gegen das Gefälle oder mit dem Gefälle aus, aber nicht quer dazu.
  • Wenn möglich, räumen Sie in Windrichtung und nicht gegen den Wind.
  • Transport: Stoppen Sie den Motor, bevor Sie das Gerät über Flächen wie Pflaster oder Hofeinfahrten bewegen (drohender Steinschlag)

Nach der Arbeit mit der Fräse

  • Schalten Sie das Gerät ab, wenn es transportiert oder gekippt werden muss. (z.B. Einlagerung)
  • Lassen Sie den Motor nach der Beseitigung des Schnees für einige Minuten laufen, sodass keine beweglichen Teile durch das Eis einfrieren.
  • Wischen Sie Eis und Schnee vom Gerät ab. Reinigen Sie das Gerät nach jedem Gebrauch.
  • Um das Gerät bei längerer Lagerung vor Korrosion (Rost) zu schützen, behandeln Sie die Metallteile mit einem umweltfreundlichen Öl.
  • Lagern Sie das Gerät an einem trockenen Ort und außerhalb der Reichweite von Kindern.
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